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Deuteronomium: Retaliatory Strike

Die Väter des christlichen Finnen-Thrash schlagen zurück
Wertung: 7.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 13:58
Release: 01.07.2009
Label: Bullroser Records

Dass Deuteronomium rein ideologisch eher die christliche Schiene fahren, ist auf den ersten Blick ersichtlich, wenn man über einen Hauch von Bibelwissen verfügt. Was hingegen kaum einer weiß, ist, dass ihr Erstlingswerk "Tribal Eagle" die erste christliche Thrash-CD war, die überhaupt in ihrer Heimat Finnland erschien.

Das Quartett nutzte eine längere Pause von 2000 bis 2006, um neue kreative Energie zu tanken und dann 2008 ihr Album "From The Midst Of The Battle" zu veröffentlichen. Nachdem die Platte sich recht erfolgreich in der Szene etablierte, hatten die Herren ein Einsehen mit den Fans, die schon viel zu lange gewartet hatten, und holen nun zum "Vergeltungsschlag" aus. 

Die EP, die vier Songs umfasst, ausgerechnet mit einem Cover der US-Thrasher The Betrayal einzuläuten, halte ich für taktisch unklug; nichtsdestotrotz treibt der Song ordentlich voran, die fiese Stimme von Sänger Miika passt hervorragend zu den Gitarren, auch der klare, etwas heisere Gesang fügt sich gut ein.

"Care For The Wounded" gibt sich melodischer, der etwas abrupte Wechsel zwischen cleanem Gesang und den Growls ist anfangs etwas gewöhnunsbedürftig, passt aber zum Song - im Gegensatz zu einem wenig abwechslungsreichen Mitgröhl-Part, der eher an frühe Hardcore-Bands erinnert.

Der absolute Höhepunkt der Extended Play ist allerdings zweifelsohne das großartige "On A Day Of Discouragement". Schnelle Gitarren, Doublebass und gruselig-morbider Gesang seitens Miika Partala, der seine Sache mehr als gut macht, bilden das Grundgerüst des Songs, der hundertprozentig überzeugt.

Den Abschluss bildet das eher an Old School-Stücke angelehnte "Of Life And... Death", das trotz seiner schnellen Gitarrensoli nichts von seiner Grunddynamik einbüßt und ebenso solide daherkommt wie der Rest der Platte.

Nach nicht mal 14 Minuten wird man mit dem Gefühl entlassen, irgendwas verpasst zu haben. Zwar befinden sich durchaus einige Glanzmomente auf der EP, denn Deuteromonium sind bei weitem keine schlechte Band. Dennoch können sie nicht hundertprozentig überzeugen, schaffen jedoch eine solide Leistung, die hoffentlich mit dem nächsten Full-Length-Album noch gesteigert werden kann.

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