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Deus Otiosus: Murderer

Death Metal von der Stange
Wertung: 6/10
Genre: Old School Death Metal
Spielzeit: 41:18
Release: 13.03.2011
Label: FDA Rekotz

Der erste Eindruck eines Albums wird meist durch das Cover vermittelt. Im Falle des ersten Albums der dänischen Band Deus Otiosus werden sich schon daran die Geister scheiden. Positiv betrachtet könnte man das Coverbild als cooles Old School Death Metal-Cover betrachten. Da muss man aber schon sehr positiv draufschauen. Aus negativer Sicht ist das Bild, was es nun mal ist: eine komische, nicht erkennbare Anordnung weißer Sprengel auf schwarzem Hintergrund. Nicht recht viel farbenfroher ist die Musik der Band. Das Quintett baut auf altgediente Hilfsmittel, um den Songs eine Struktur zu verpassen. Dabei sorgen die beiden Gitarristen Henrik und Peter noch für die meiste Abwechslung. Mit ihren immer wieder eingeworfenen Stakkato-Salven und den vielen ansprechenden Soli müssen die beiden immer wieder den Karren aus dem Dreck ziehen. Man sollte hier auch Drummer Søren nicht unerwähnt lassen. Dieser hält mit seinem Schlagzeugspiel immer wieder die Death Metal-Fahnen hoch. Hinter der Schießbude mutiert Søren zum Tier und nichts ist mehr sicher. Anders verhält es sich mit Frontmann Anders. Er vermag kaum aus seinem monotonen Gegrowle auszubrechen und nimmt damit viel Leben aus der Musik von Deus Otiosus. Dabei ist es keineswegs so, dass die Scheibe schlecht wäre, es fehlen nur oftmals die Höhepunkte, die die Scheibe zu etwas Besonderem machen würden.

Dabei startet das Album recht stark. Der Opener „I Have Seen Him Slay“ macht Hoffnung auf eine Vollbehandlung. Doch schon mit „Thousend Arms Of The Dead“ flaut der Silberling merklich ab. Richtig stark bemerkbar macht sich dieser Effekt nach mehrmaligem Hören der CD. Der Höhepunkt des Albums ist die Nummer vier. „Ye Pigs Of Little Faith“ ist ein griffiger Song, der auf einem echt starken Riff basiert. Das letzte Mal bäumt sich das Album mit dem Titelsong auf. „Murderer“ zählt dann noch einmal zu den stärkeren Nummern auf dieser Musikkonserve. Das Stück kommt im Vergleich zu den anderen Titeln stellenweise schon fast groovig daher. Der Sound der Scheibe ist nicht schlecht, wird aber voraussichtlich auch niemanden vom Hocker hauen. Das Album klingt erdig, echt und nach purem Metal. Die Drums klingen unverfälscht, das Schlagzeug rumpelt gut und die Gitarren schreien um Gnade. Dem Growlgesang wurde genug Platz eingeräumt um sich auszutoben, stellt sich nur die Frage, warum Anders diesen nicht nutzt.

Leider lässt sich über den Klang des Albums auch nicht mehr sagen, als dass es dem guten Durchschnitt entspricht. Manches Homerecordingstudio bringt heute schon bessere Ergebnisse zu Tage. Dabei ist „Murderer“ kein prinzipiell schlechtes Album - aber eben auch kein sehr gutes. Das größte Problem, auf das die Scheibe stoßen wird, ist, wie so oft, die riesige Konkurrenz der abertausend anderen Bands, die sich auf gleichem Terrain tummeln und auch mit gleich guten Veröffentlichungen aufwarten können. Darum wird die Scheibe auch ein Tipp unter eingefleischten Fans der Death Metal-Szene bleiben. 

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