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Detained: Detained

Schwedischer Modern Metal
Wertung: 7.5/10
Genre: Melodic Death Metal / Modern Metal
Spielzeit: 19:58
Release: 01.07.2011
Label: Eigenproduktion

Das erste Lebenszeichen einer Band ist immer spannend und wird in nicht seltenen Fällen als die Veröffentlichung einer Gruppe bezeichnet, bei der der Stil am reinsten und ehrlichsten war. Detained (SE) sind eine Band, die genau an diesem Punkt stehen. Zwar gibt es noch kein ganzes Album, aber eine EP können die Schweden schon vorweisen. 

Diese selbstbetitelte EP enthält fünf Lieder und bringt es auf eine Spielzeit von knapp 20 Minuten. Stilistisch lehnen sich die Nordländer an Bands wie All EndsDeadlock und Semargl an, haben aber trotzdem eine gewisse Eigenständigkeit behalten. Die Songs rocken recht gut und reißen den Hörer auch augenblicklich mit. Insgesamt und nach mehreren Hördurchgängen betrachtet verlieren die Songs aber etwas an Glanz, weil sie sich recht ähneln. Ein paar Lieder anderer Gangart oder ein abwechslungsreicheres Songwriting hätten nicht geschadet. Da wir hier aber nur über eine EP reden, auf der bauartbedingt weniger Leider als auf einem Album sind, soll diese Tatsache nicht so schwer ins Gewicht fallen. 

Soundtechnisch haben die Schweden ganze Arbeit geleistet. Die Scheibe klingt klasse. Die Gitarren haben einen sehr modernen Klang erhalten, der wieder stark an die vorher schon genannten Bands erinnert. Die Drums klingen fett, sind allerdings ein klein wenig leise ausgefallen. Einen riesigen Trumpf haben Detained aber - und das ist Sängerin Tina Gunnarson. Die Frau ist eine richtige Rockröhre, die ihre Stimme kraftvoll einzusetzen vermag. Das beweist sie eindrucksvoll bei „Day To Die“. Nicht, dass die restlichen Songs schlechter gesungen wären, aber der erwähnte Titel verschafft der Frontfrau den Raum, sich richtig auszutoben. Der Titel „Goodbye“ kommt aber schon ganz nah an den Vorgänger heran und demonstriert ebenfalls die prächtige Stimme von Tina Gunnarson. In dem Lied befindet sich auch noch ein, wenn auch kurzes, Gitarrensolo, das aufzeigt, dass die Band noch lange nicht an den Grenzen ihrer Fähigkeiten angelangt ist. Das ist auch kein Wunder, die Band ist noch recht jung, die einzelnen Musiker sind aber allesamt erfahren und keine Anfänger und das hört man auch. Spätestens das Gitarrensolo in „Reset“ sollte eigentlich die allerletzten Zweifel ausräumen. Das anfänglich erwähnte Problem der relativ geringen Halbwertszeit erhärtet sich allerdings. Nach einer gewissen Zahl an Hördurchgängen schläft die Musik etwas ein. Man darf hier echt auf den ersten Vollzeit-Langspieler gespannt sein.

Wer auf die eingangs erwähnten Bands steht, der sollte sich Detained aus Schweden unbedingt einmal näher ansehen. Die Gruppe hat Potential und vereint jede Menge Erfahrung in ihren Reihen. Das ist eine sehr gute Kombination, die die Chance für großartige Musik bietet.  

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