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Destruction: The Curse Of The Antichrist - Live in Agony

Best of the best live
keine Wertung
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 97:53
Release: 25.09.2009
Label: AFM Records

Destruction gibt es nun seit 27 Jahren. Die Band gehört zum Urgestein der deutschen Thrash Metal-Szene und liefert 2009 ihr erstes Live-Doppelalbum ab. Zufall, billiges Abkassieren und dem Fan das Geld aus der Tasche leiern? Nein, das kann man dem Trio wirklich nicht vorwerfen. Dieses Doppelalbum besteht aus Aufnahmen aus Tokio und vom umjubelten 25th Anniversary-Gig beim 2007er Wacken Festival.

Allein das Intro sagt alles:“Please welcome the Thrashmasters from Germany: Destruction”. Dann hört man die Kettensäge, bevor die Band mit lauten Explosionen ihrer Pyroeffekte in die Vollen geht. Wer die Band schon live gesehen hat, weiß, dass sie auf der Bühne eigentlich noch besser und brachialer klingen als auf CD. Genau das ist es, was die Band ausmacht. Als Opener „The Butcher Strikes Back“ zu wählen, ist einfach nur genial, zumal die Botschaft passt und auch sonst der Song klar macht, was in den folgenden Zeiten passiert. Schade, dass es bei solchen Festivals nicht wirklich möglich ist, einen etwas differenzierteren Publikumssound hinzubekommen. Aber auch so knallt dieses Best-Of-Live-Album stärker als die Ehrensalute zu Queen Moms Geburtstag.

Es ist eigentlich unsinnig, auf die einzelnen Songs einzugehen, denn jeder, der Thrash Metal mag, kennt Destruction eh. Wenn nicht, dann stimmt da was nicht. Mit ungebremster Power zocken sich die drei durch die Setlist und gerade auch Schmiers Ansagen sorgen für einiges an Flair. Höhepunkte sind sicherlich, allein schon weil es ungewöhnlich ist, die Gastauftritte von Bobby "Blitz" Ellsworth (Overkill), Oddleif Stensland (Communic), Peter „Peavy“ Wagner (Rage) und Tom Angelripper (Sodom, Onkel Tom) in „The Alliance Of Hellhoundz“ und natürlich das „Thrash Till Death“-Druminferno. Im direkten Anschluss gibt es dann bei „Total Desaster“ ein Wiederhören mit Harry Wilkens an der Gitarre und Gündungsmitglied Thomas „Tommy“ Sandmann bedient hier nicht sein Schlagzeug, sondern seine Stimmbänder. Das alles wird es in dieser Form wohl nicht wieder geben. Insofern war der Wacken-Gig schon ein einmaliges Erlebnis.

Bleibt die Frage, ob es sich bei dem Album um Abzocke handelt. Ich denke, man kann ganz klar sagen: NEIN! Warum? Es wurde das beste Live-Album der Band eingehämmert, der Sound der Band ist einfach fulminant. Das Zusammentreffen der Gastmusiker und ehemaligen Mitstreiter ist ein dokumentierungswürdiges Ereignis. Und wenn dann auch noch wie hier die Nackenmuskulatur auf Überhitzungstemperatur angeregt wird, dann ist das eine absolute Muss-Scheibe. Ich glaube nicht, dass man das gemacht hat, weil „D.E.V.O.L.U.T.I.O.N.“ das Destruction-Album mit der höchsten Chartplatzierung geworden ist, die die Band bisher ergattern konnte.

Fazit: Ein Pflichtkauf, Anspieltipps gebe ich keine, denn das hier ist eine Best-Of-Ansammlung, die eigentlich keine Wünsche offen lassen sollte. Aber seid gewarnt, wer sich diese Scheibe zu Gemüte führt, wird den unwiderstehlichen Drang verspüren, die nächste Destruction-Show aufzusuchen und gnadenlos die Nackenmuskulatur zu schädigen.

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