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Destrophy: Cry Havoc

Aus Amerika (auch) nichts Neues
Wertung: 5.5/10
Genre: Alternative Rock
Spielzeit: 31:12
Release: 26.04.2011
Label: Victory Records

Die Band aus den Staaten, die sich in der Vergangenheit fortwährend musikalisch weiter entwickelt hat, hat auch mit ihrem neuen kurzgeratenen Output „Cry Havoc“, der nur auf schlapp 30 Minuten Spielzeit kommt, neue Ufer angelaufen. Ihr aktueller Stil lässt sich als einfacher simpler Rock, der durchaus Mainstream orientiert ist, klassifizieren. Destrophy sind in Deutschland und auch in Europa noch weitestgehend unbekannt, doch ob sich dies schlagartig mit „Cry Havoc“ ändert, bleibt stark zu bezweifeln.

Es lässt sich feststellen, dass das Album mit einigen guten Ansätzen startet. Songs wie der Titeltrack oder „We Are Alive“ sind klassische, gute Rocksongs die straight nach vorne gehen – nicht besonders lang, mit einfacher Struktur und einem eingängigen Refrain. Bei „We Are Alive“ und bei dem Lied „Closer“ setzen Destrophy zur musikalischen Untermalung Synthesizer ein, um ihrer Musik mehr Ausdruck zu verleihen. Diese Idee verfehlt ihre Wirkung nicht, denn die Soundwand der sonst nur vierköpfigen Band wird so etwas verstärkt. Die Musik klingt auf diese Weise voller und kräftiger.

Im weiteren Verkauf wird das Album leider zunehmend poppiger und Mainstream orientierter. Die ersten Tracks waren noch mehr Rock’n’Roll-lastiger, wohingegen der Rest mehr Richtung Pop Rock tendiert. Diese Entwicklung im Album kann man sehr gut an der Stimme des Sängers festmachen: Anfangs singt er noch mit einer eher rauhen Rockstimme, die nach einigen Tracks einer klaren und sanfteren Stimme weicht. Einige Songs, zum Beispiel „What Would We Say“, könnten sicherlich auch problemlos von bekannten Pop-Bands stammen und in den Charts stehen. Diese neue musikalische Ausrichtung wird sicherlich nicht allen Fans der Band gefallen, vor allem Fans der frühen Stunde wird diese Entwicklung deutlich missfallen, da Destrophy vor einiger Zeit noch eher härter und weniger im Mainstream verhackt waren.

Bei „Cry Havoc“ handelt es sich um ein gutes und schlichtes Rockalbum, es bietet nicht weniger, doch leider auch nicht mehr. Die Tracks sind nicht besonders innovativ und folgen häufig dem gleichen Muster. Das heißt, der Hörer wird mit einer nicht sehr einfallsreichen Strophe-Refrain-Strophe-Struktur konfrontiert, die zwar kurzweilig und vor allem eingängig ist, jedoch nur rar gesäten Hörspaß erzeugt. Solche Musik ist eher zum Berieseln da, als zum aktiven Musikhören, da man hier nach mehrmaligem Hören wohl eher keine neuen Aspekte entdecken kann.

Kurz gesagt: Destrophy machen keine Musik, die wir nicht schon kennen würden. Die Amerikaner bieten ihren Hörern sicherlich gute Lieder und auch einige Hits, denen man in jeder Lebenslage etwas abgewinnen kann, jedoch ist das Album weder besonders einfallsreich noch wegweisend, sondern streckenweise eher langweilig - aus diesem Grund kann man Destrophy kein besonders gutes Album attestieren.

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