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Destiny Damage: Speed/Death/Trash

Die ersten Gehversuche sind getan
Wertung: 7.5/10
Genre: Speed Thrash Metal
Spielzeit: 27:4
Release: 28.02.2007
Label: Eigenproduktion

„Speed/Death/Trash“ nennt sich die erste Veröffentlichung der Formation Destiny Damage. Die Band gibt es jetzt seit einem Jahr und besteht aus nur zwei Mitgliedern. An den Drums sitzt Alban Eder und um die Gitarreninstrumentierung und den Gesang kümmert sich Armin Wührmüller.

„Nothing In Common“ beginnt für den Newcomer eigentlich untypisch ruhig. Das Becken und die melodiöse Gitarre lassen nicht auf das Inferno schließen, welches nach kurzer Zeit losbricht. Der Sound ist nicht gerade das Gelbe vom Ei, aber zusammen mit Armin Wührmüller`s Stimme drängt sich mir hier immer direkt ein Vergleich mit der Kultband Venom auf. Seien wir mal ehrlich: Die Sounds der alten Metal Recken waren auf deren Scheiben auch immer sehr bescheiden. Irgendwie fehlt hier bei Destiny Damage nur noch das klare Konzept hinter dem Dargebotenen.

„The Strength Within“ bolzt auch dermaßen drauflos, dass man die Füllungen in den Zähnen klappern hört. Dreckiger 80er Jahre Venom Metal. Die Band gibt selbst Einflüsse von Slayer, Sepultura und Deicide an. Lustig, dass diese Bands eigentlich auch von Venom beeinflusst wurden, aber die Kultband hier nicht aufgezählt wurde. Egal, so schließt sich dann halt auch der Kreis wieder. Wer lieber mal ´ne ruhige Kugel schieben will, ist hier definitiv bei der falschen Band.

„Bother I Recover“ schaltet mal einen Gang zurück und gerät zu einem kleinen Highlight. Schade nur, dass es die Band bisher noch nicht geschafft hat, einen viel deutlicher herausstechenderen Refrain zu kreieren. Das dürfte bei der Mucke sehr hilfreich sein und auch live was bewegen.

„Daily Violence“ gibt wieder etwas mehr Gas. Gerade Drummer Alban Eder prügelt sich die Seele aus dem Leib. Okay, das Timing stimmt nicht immer, aber man sollte nicht vergessen, dass hier zwei sehr junge ambitionierte Musiker am Werke sind. Spaß an der Mucke haben die beiden auf jeden Fall, das hört man.

„Human Versus Human“ könnte mit deutlich besserem Sound und zweitem Gitarristen speziell in der Anfangssequenz durchaus Potenzial haben, zu einem Livestandard der Band zu werden und lange zu bleiben.

Fazit: Eine sehr interessante Band, die aber erst noch mengenmäßig zu einer kompletten Band wachsen muss, hinterlässt hier seinen ersten Fußabdruck in der Musiklandschaft. Der Sound ist ziemlich mies, aber Potenzial ist deutlich erkennbar. Mir persönlich gefällt`s gut, aber ich mag auch die „In The Sign of Evil“ Veröffentlichung von Sodom. Zu dieser Musik passt der Klang nicht nur, sondern drückt auch noch so etwas wie ein kleines bisschen Kultstatus drauf, der aber erst dann zum Kult wird, wenn die Band Erfolg hat. Hoffentlich schämt sich die Band dann nicht für dieses Stück Musikgeschichte.

Destiny Damage steht noch ein sehr langer Reifungsprozess bevor, der auch die musikalischen Fähigkeiten betrifft. Trotzdem einen gewissen Spirit haben sie jetzt schon. Meine Bewertung ist in diesem Falle sehr subjektiv, deshalb solltet ihr hier, wenn sich irgendwie die Möglichkeit bieten sollte, unbedingt erstmal in die Mucke reinhören, bevor ihr dafür Geld ausgebt. Zu groß ist der Abstand zu einer semiprofessionellen Produktion.

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