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Destination's Calling: Invisible Walls

Anständige Power-Metal-Unterhaltung
Wertung: 7.5/10
Genre: Power Metal
Spielzeit: 45:59
Release: 26.09.2008
Label: Silverwolf Productions

Sie haben’s geschafft: Nachdem Destination’s Calling mit regem Live-Einsatz und zwei immerhin ganz ordentlichen Platten schon den (süddeutschen) Underground unsicher machen konnten, hat die Band endlich den ersehnten Label-Deal einheimsen können. Statt dieses Ereignis mit einer neuen Scheibe zu feiern, legt man aber zunächst noch einmal den letzten Longplayer „Invisible Walls“ neu auf, der 2006 bereits als Eigenproduktion an den Start gegangen war. Dieser Schritt ist angesichts der sehr gespaltenen Kritiken, die dieses Album dereinst erhielt, jedoch eine kleine Überraschung, selbst wenn sich die Band mit dem Zweitwerk ein Stückweit Eigenständigkeit erspielte. Und da „Invisible Walls“ vorwiegend auf lokaler Ebene Aufmerksamkeit erregte, geht der Schritt letzten Endes sicher in Ordnung.

Dennoch lassen sich die musikalischen Schwierigkeiten natürlich nach wie vor nicht verleugnen. Die Band hat hier und dort zwar gute Ideen platziert und bemüht sich redlich, eine angenehme Distanz zum klassischen Overkill des europäischen Melodic Metals herzustellen, aber bei der Feinarbeit merkt man den Kompositionen stellenweise noch den fehlenden Feinschliff an. Vor allem in den Refrains ist noch einiges im Argen, da so manches Mal die zündenden Ideen fehlen. Aber auch bei der Entwicklung der Melodie-Themen stellt man sich mangels spannungsärmerer Arrangements des Öfteren selbst ein Bein. Hier fehlt der glühende Funke, das zündende Etwas oder einfach nur das mitreißende Moment, das hier die entscheidende Begeisterung auslösen könnte.

Das Potenzial von Destination’s Calling ist aber dennoch nicht zu verleugnen, da die Band nicht nur handwerklich solide vorgeht, sondern auch einige richtig gute Stücke vorzuweisen hat. Die Bandhymne "Invisible Walls" oder die wirklich tolle Ballade "Bleeding Again" offenbaren jedenfalls Fähigkeiten, auf die man für die Zukunft durchaus bauen kann. Da stimmt die Energie, da triefen keine Klischees dazwischen, und ganz nebenbei ist auch das nötige Maß an Eingängigkeit schnell erreicht. Und da sich die Band trotz der genannten Defizite locker gegen den allgegenwärtigen Einheitsbrei behaupten kann, darf man „Invisible Walls“ ruhigen Herzens auch mal ein Ohr leihen. Selbst wenn die 06-er-Scheibe der süddeutschen Nachwuchs-Hoffnung noch keine Genre-Blaupause darstellt, so bietet sie immerhin ganz anständige, zudem abwechslungsreiche Power-Metal-Unterhaltung.

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