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Desilence: Wreck The Silence

Moderner Thrash Metal aus Deutschland
Wertung: 4.5/10
Genre: Neo-Thrash/Metalcore
Spielzeit: 50:34
Release: 22.08.2008
Label: twilight

Wahrscheinlich sind Desilence aus Berlin eine neue Hoffnung am modernen Metal-Himmel und nun wollen sie mit ihrer ersten Veröffentlichung Deutschland unsicher machen. Die Promo-CD erntete offensichtlich ja schon gute Kritiken.

Was man der Band zu Gute halten kann, ist, dass sie ein Album eingetrommelt haben, das produktionstechnisch einen guten Standart hat, das ist aber auch schon alles.

Leider haben die Songs keinen besonderen Wiedererkennungswert. Die Strukturen wiederholen sich in jedem Titel und die Lieder sind durch und durch geprägt von langweiligen, modernen Stakkatoriffs.

Natürlich sind hier auch Musiker am Werk, die ihre Instrumente wohl beherrschen, so spielt der Schlagzeuger seines Zeichens noch bei Deutschlands Vorzeige Modern Thrash Band Dew-Scented und der Bassist ist auch noch bei Holy Moses aktiv tätig (an denen sich ja bekanntlich auch schon die Geister scheiden), aber etwas mehr Einfallsreichtum im Songwriting hätte man dann doch erwarten können.

Egal ob man sich nun "Awakening", "Initation" oder "Painted Grey" anhört, so bleibt doch keiner der 13 Songs nennenswert im Ohr. Es rieselt irgendwie an einem vorbei.

Zwar werden teilweise auch Melodien eingebaut, aber auch diese gehen im Gesamtkonzept verloren.

Kommen wir nun noch zum letzten Kritikpunkt, dem Gesang. Hier wechselt sich modernes Geschrei, was offensichtlich gerade "in" ist, mit rar gesätem, gelegentlich leicht melodischem, klareren Gesang ab. Leider kann man nicht heraushören, dass der Sänger auch noch in einer Power Metal-Band das Mikrofon malträtiert.

Was dann gar nicht geht ist der letzte Track der CD. Hier handelt es sich um ein Cover des geniales Stückes "Land Of Confusion" von Genesis. Im Original ein grandioser Song, das Cover ist leider recht einfallslos geraten. Die metallische Umsetzung ist leider reichlich schief gegangen. Nicht das ich nicht Fan davon sei Pop Songs als Metalsong zu covern (hier kann ich nur auf das "I Feel You"-Cover von Vader verweisen), aber was hier geboten wird könnte auch von einer zweitklassigen Kombo alla Papa Roach fabriziert worden sein. Will damit sagen: es klingt sehr highschool-amerikanisch. Bitte nicht noch einmal!

Fazit: Desilence liegen mit ihrer CD wahrscheinlich am Puls der modernen Metalzeit und die Band wird ganz sicher ihre Fans haben. Mir ist das Album allerdings zu modern und auch zu austauschbar.

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