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Deserted Fear: My Empire

Wie Engel, die die Ohren küssen
Wertung: 9/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 41:53
Release: 28.09.2012
Label: F.D.A. Rekotz

Was ist das für ein Debüt! Wahnsinn, welch einen tödlichen und stahlharten akustischen Bombenhagel Deserted Fear hier auf die Death-Metal-Szene loslassen. Es ist hart, es groovt, es ballert, es ist böse, es ist frisch und doch nicht modern. Kurz: Man muss es haben. So oder so ähnlich beurteilen erstaunlich viele andere Rezensenten dieses Album. Dementsprechend war man gespannt, sollte jedoch zumindest nicht enttäuscht werden. Deserted Fear aus dem wohlklingenden Örtchen Eisenberg in Thüringen existieren in dieser Form seit 2007 und veröffentlichten 2010 bereits eine vier Songs umfassende Demo. Nun ist ihr erstes Album namens „My Empire“ käuflich zu erwerben und umfasst zehn Songs mit einer Spielzeit von knapp 42 Minuten. Veröffentlicht wurde das Teil von F.D.A Rekotz, welches wie kein anderes junges Label hierzulande für old-schooligen und qualitativ hochwertigen Death und Thrash Metal steht. Auch mit der Veröffentlichung von „My Empire“ beweist das Label ein glückliches Händchen und viel Sachverstand, denn wie schon gesagt, ist das Album ein ziemlicher Nackenbrecher.

Die Scheibe beginnt mit einem ebenso kurzen wie unnötigen Intro. Aber es kann das Chaos nicht aufhalten, niemand kann das. So bricht mit „The Battallion Of Insanities“ der erste richtige Song über den Hörer herein. Der Song klingt wie eine Mischung aus Dismember und Bolt Thrower und gibt schon einen guten Ausblick auf den Rest des Albums, denn Deserted Fear haben sich hörbar von den ganzen alten Hasen inspirieren lassen.: eine Prise Asphyx hier, ein bisschen Entombed da. Zum Glück verkommen die drei Thüringer dabei nicht nur zu einem warmen Aufguss alter Heldentaten, sondern würzen ihre Todeswürste mit einigen interessanten Breaks und Wendungen im Songwriting. Des Weiteren gibt es Riffs, Riffs und noch mehr Riffs. Zum Beispiel gibt es das grandiose Riff in „Field of Death“. Es groovt ganz wunderbar und fühlt sich an, als ob Engel die Ohren küssen würden, ganz toll. Weiterhin positiv hervorzuheben ist auf jeden Fall der Titeltrack, welcher mit zäher und quälender Intensität eine dunkle und bedrohliche Atmosphäre zu erschaffen vermag, wie man das von alten Asphyx-Songs kennt und sich von neueren wünscht. Die Instrumentalfraktion liefert zu jeder Zeit überzeugende Arbeit ab. Das Album klingt sehr gewissenhaft eingespielt und vermittelt eine ziemliche Spielfreude. Auch am Gesang gibt es nichts zu meckern. Sänger Mahne klingt wunderbar angepisst und irgendwie roh und brutal. Für ein Death-Metal-Album sind dies natürlich äußerst positive Attribute. Für den Sound von „My Empire“ ist Dan Swanö, der entweder komplett auf Schlaf, oder andere Aktivitäten als Musik machen verzichten muss, verantwortlich. Leider ist der Sound das einzige an diesem Album, das zu bemängeln ist, denn er klingt einfach zu geordnet, zu sauber, zu neu. Das ging mir aber bereits bei der neuen Revolting so und ist ohne Zweifel pure Geschmackssache.

Mit „My Empire“ liefern Deserted Fear ein durch und durch gutes erstes Album ab, welches sich nicht verstecken muss, weder vor aktuellen Death-Metal-Bands wie Entrails oder Maim, noch vor Legenden wie Dismember und Bolt Thrower. „My Empire“ ist abwechslungsreich und interessant, jedoch ohne dabei anstrengend zu klingen. Viele der Songs regen sofort zum Mitschunkeln und „Neckisch-mit-dem-Finger-Schnippen“ an, ohne dabei allzu schnell Abnutzungserscheinungen zu zeigen. Hier wurde alles richtig gemacht.

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