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Derogatory: Above All Else

Böse, verroht und brutal, gleichzeitig aber langweilig und ermüdend
Wertung: 5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 39:11
Release: 06.12.2013
Label: FDA Rekotz

Es gibt sie, diese Death-Metal-Acts, bei denen man einfach schon vor jedem neuen Release weiß, wie intensiv die Brutalität hier ausgelebt wird. Cannibal Corpse, Suffocation, Nile - da weiß man einfach, was man hat. Dann gibt es jene Kapellen, die mit ihrer technischen Klasse so ziemlich alles in den Schatten stellen, was der progressive Musikliebhaber gerne konsumiert. Wenn man etwa hört, was Hate Eternal oder (zuletzt leider mit Abstrichen in der B-Note) im Laufe ihrer Karriere fabriziert haben, wird einem als Todesblei-Banger auf Anhieb warm ums Herz. Und dann gibt es leider aber auch den Standard, sprich diejenigen Kapellen, die einem erst die großen Klassenunterschiede im Metal-Extremsport offenbaren - und zu denjenigen gehören trotz nicht zu leugnender technischer Fähigkeiten auch die Herrschaften von Derogatory.

Auf ihrem neuen Album zocken sich die Mannen aus Los Angeles durch neun solide Kompositionen, denen es aber schon sehr schnell am entsprechenden Feeling mangelt. Das Material von "Above All Else" ist böse, verroht und brutal, gleichzeitig aber langweilig, ermüdend und auf Dauer schließlich austauschbar. Von Spannungsbögen sollte man in der Besprechung erst gar nicht anfangen; sie sind nämlich über weite Strecken gar nicht existent. Und wenn es einmal darum geht, mit einem flotten Break einen entscheidenden Impuls zu setzen, verlieren sich Derogatory allzu flott in den immer wieder durchgekauten Midtempo-Schemata, die sich wie ein roter, unendlich langer Faden durch das Werk ziehen.

Glücklicherweise stimmen auf "Above All Else" sämtliche Rahmenbedingungen; die Produktion geht absolut in Ordnung und die Herren wissen auch allzu gut, wie man das jeweilige Instrument bedient. Doch beim Songwriting hapert es derzeit noch ganz gewaltig, da ist die Konkurrenz mehrere Nasenspitzen voraus, sowohl im Todesblei-Mainstream, als auch im Underground. Und dementsprechend werden Derogatory mit ihrem neuen Album wahrscheinlich eine Bauchlandung hinlegen.

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