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Derdian: New Era Pt. 3 – The Apocalypse

Alles gut, aber nichts Überragendes
Wertung: 7/10
Genre: Symphonic Power Metal
Spielzeit: 62:05
Release: 02.03.2010
Label: Magnacarta

Stark orchestral untermalter Symphonic Power Metal ist jetzt wahrlich nicht die Neuerfindung des Rades. Auch wenn er wie in diesem Fall aus Mailand kommt. So ganz einfach sollte man die sechs Jungs aber nicht abfertigen. Vor allem da auf „New EraPt. 3 – The Apocalypse“ durchaus gute, eingängige Musik zu finden ist.

Das Intro „Preludio“, bestehend aus Synthie-Streichern, Keyboards und Gitarren leitet recht schön in das Album ein und mit „The Spell“ zündet auch der erste richtige Song der CD anständig. Eine eingängige Melodie trägt einen durch das knapp sechsminütige Lied. Die Stimme von Joe Caggianelli überzeugt jedenfalls von der ersten Sekunde an. Die immer wieder versprenkelt eingebauten Female Vocals stammen von Lisy Stefanoni (Evenoire). Das darauffolgende Stück „Battleplan“ hält die Geschwindigkeit und den Drive des Vorgängers noch mal aufrecht, was hauptsächlich Drummer Salvatore Giordano zu verdanken ist. Auffällig ist der verstärkte Einsatz des Keyboards. Tastenzauberer Marco Garau versteht sein Handwerk vorzüglich, doch stören sich Elektroklavier und die Gitarrenfraktion (Dario Radaelli, Enrico Pistolese) gegenseitig und nehmen so den Songs etwas den Wind aus den Segeln. Beste Beispiele hierfür sind die Stücke „Black Rose“, „Her Spirit Will Fly Again“ und Dreams“, die auch noch ausgerechnet aufeinander folgen.

„Devine Embrace“ versumpft völlig in Keyboardarrangements. Hier wäre es besser gewesen, ein paar digitale Spuren einzusparen und etwas Platz für Marco Banfi zu machen. Der Mann verrichtet am Tieftöner nämlich sehr solide Arbeit. Schade, dass die etwas zu flache Produktion dazu führt, dass man die interessanten Basslines nur schwer erhören kann.

Dem gleichen Schicksal wie voran besprochener Titel erliegt leider auch „The Prophecy“. Überzeugend aber auch hier wieder die Leadvocals. Einen Höhepunkt markiert „Burn“, vorausgesetzt man kann das hier absolut sinnlose Tastengeklimper im Kopf herausfiltern. Der Song geht schön vorwärts und hat eine gute Dynamik, guter Power Metal eben. Mit „Forevermore“ hat auch eine Ballade mit einer zweiten, weiblichen Stimme den Weg auf das Album gefunden. Diese kann dann auch durchaus überzeugen. Die Arrangements sind sehr sorgfältig gewählt. Schöne Duettparts und Gitarrenläufe. „Revolt“ gibt dann aber auch gleich wieder Gas mit genretypischen Doublebass-Parts und schönen schnellen Gitarren. Auch ein kleiner Diamant auf diesem Longplayer.

Der dritte Teil der „New Era“-Saga ist durchaus hörenswert, wenn auch „New Era Pt. 2“ In Sachen Sound durchaus besser ausgefeilt war. Ohne die stellenweise ultranervigen Keyboards wäre es eine echt gute Scheibe, so degradiert sie sich leider selbst zum Mittelmaß. Verwunderlich ist auch, warum im Tonstudio eben genau diese Fehler nicht behoben  wurden. Musikalisch anständige Arbeit, die richtig großen Reißer fehlen jedoch. Für Power Metal Fans durchaus eine Versuch wert.

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