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Deranged: The Redlight Murder Case

Leider das mittlerweile letzte Album der Schweden
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 35:28
Release: 18.02.2008
Label: Regain Records

Man könnte nicht meinen, dass Deranged einer der dienstältesten Death Metal Bands aus Schweden ist, denn schließlich hat man sich schon 1991 gegründet. Doch hat es bis 1995 gedauert, bis man mit „Rated X“ das erste Full Length Album aufgenommen hat. Damals gehörte übrigens noch Per Gyllenbäck zur Band, welcher mittlerweile nun der Gründer und Besitzer von Regain Records ist, die Band aber nach dem Debut verlassen hat. In regelmäßigen Abständen wurden dann Alben veröffentlicht, welche dann mehr („High on Blood“, „Plainfield Cemetary“) oder minder („III“) bei den Fans ankamen. Doch danach war lange Ruhe bei der Band eingekehrt, bis nach 4 Jahren dann 2006 das enttäuschende neue Album „Obscenities in B Flat“ veröffentlicht wurde. Doch nun im Jahre 2008 zeigt man mit „The Redlight Murder Case“, wo wieder der Hammer hängt.

Während „Obscenities in B Flat“ sehr monoton ausgefallen ist und wie ein müder Abklatsch von „Plainfield Cemetary“ klang, zeigt man sich mit „The Redlight Murder“ Case deutlich vielseitiger und frischer. Man könnte fast meinen, die lange Pause zwischen 2002 und 2006 ist der Band nicht gut bekommen und ein kürzerer Abstand würde die Schweden kreativer werden lassen.

Bereits der Opener „Watch me when I kill“ zeigt Deranged fast schon abwechslungsreicher denn je, wobei hier und da auch mal ein kleines Thrash Riff durchschimmert. „Strip Nude for your Killer“ hingegen präsentiert das Quartett, das mit Martin Schönherr übrigens einen neuen Sänger in seinen Reihen hat, wieder auf die Death Grindige Art, wie man es von „High on Blood“ und „X-Rated“ noch gewohnt ist. Das Riff im Mittelpart ist hier übrigens besonders cool ausgefallen, doch fällt hier auf, dass eine zweite Gitarre hier nicht verkehrt wäre. „Gently before she dies“ erinnert hingegen sogar ein wenig an Cannibal Corpse, während mit dem eindringlichen Quasi-Titelstück „Redlight Murderess“ der erste Höhepunkt folgen soll. Vor allem die Abwechslung zwischen den eher grindigen Elementen und den treibenden Death Metal Parts ist hier Deranged sehr gut gelungen.

Leider folgt mit „So sweet, so dead“ auch bereits der Tiefpunkt des Albums, da man hier irgendwie uninspiriert wirkt. Glücklichweise bessert sich das aber mit dem eher groovigen „The Killer wore black Gloves“ (cooles Gitarren-Solo inklusive) bereits wieder! Ich weiß nicht, warum, aber der Anfang „Formular for a Murder“ erinnert mich auf irgendeine Art und Weise an Slayer´s „Reign in Blood“-Album. Kann zum einen sein, da der Songaufbau sich ähnelt, aber auch weil das Riffing und die Drumbeats stellenweise sich ähnlich sind. Zum Schluss gibt es mit „Death walks on High Heels“ (sag ich schon immer, hähähä) und „Body Puzzle“ noch mal zwei sehr speedige Stücke, bei denen Deranged wieder stark nostalgisch werden und sehr an die Frühwerke der Schweden erinnern lassen.

Fazit: Ich muss ehrlich sagen, dass ich nach der langen Pause von „Plainfield Cemetary“ und dem enttäuschenden 2006er Werk „Obscenities in B Flat“ nicht mehr mit Deranged gerechnet habe. Aber das Quartett hat sich mit „The Redlight Murder Case“ wirklich Mühe gegeben und ein Album veröffentlicht, das die Fans mehr als nur zufriedenstellen dürfte!

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