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Der Blaue Reiter: Nuclear Sun

Music For The End Of The World
keine Wertung
Genre: Martial, Neofolk / -Klassik, Dark Ambient
Spielzeit: 56:27
Release: 25.09.2009
Label: Ars Musica Diffundere

Der Blaue Reiter ist ein Duo aus dem schönen Spanien und hat sich bereits seit mehreren Jahren den Genres Martial, Neofolk wie –Klassik und Dark Ambient verschrieben. Nun erschien vor Kurzem das dritte Album, ein Konzeptalbum, das sich mit der Atomkatastrophe in Tschernobyl befasst und passenderweise auf den markanten Titel „Nuclear Sun“ getauft wurde. Waren sie auf den ersten Alben diese Genres noch größtenteils getrennt, verbindet man nun alle diese Elemente wie selbstverständlich miteinander.

Das Album ist gegliedert in drei große Phasen, sowie einen Pro- und einen Epilog. Vernimmt man zu Anfang der CD noch typische, festliche Volksmusik Russlands, wird die Stimmung in der ersten große Phase - The Disaster –, die sich über zwei Songs erstreckt, deutlich bedrohlicher. Anschließend folgt mit der nächsten, drei Songs umfassenden Phase „The Ghost City“ eine weniger bedrohliche, sondern viel mehr schmerzliche und verzweifelte Stimmung, die in die dritte Phase „The Heroes Of Humanity“ mündet, in der das folgende Leid dieser Katastrophe ungeahnt genial in musikalischer Art und Weise umgesetzt wird. Die CD endet mit dem Song „End Credits – In Memoriam - “ und hinterlässt einen kleinen Hoffnungsschimmer in dieser so kalten Atmosphäre. Ein Kauf dieser CD lohnt sich nur wenn man sich mit diesem Sound eingehend befassen will und sich aufmerksam den Songs widmet.

Die CD kann man nicht definieren, nicht beschreiben, diese Musik muss man wahrnehmen, auf sich wirken lassen und sich auf diesen Sound einlassen und konzentriert zuhören, was versucht wird auszudrücken. Daher folgt nun ein Review in Assoziationen:

Lebenslust. Katjuscha. Gewohnheit. Alarm. Plötzliche Bedrohung. Unerwartet. Eine sich anbahnende Katastrophe. Die Krise naht. Ein Schock. Regen, Kälte, Einsamkeit. Die Kinder. Ein Pfeifen. Funksprüche. Schreckensbotschaften. Apathie, Betäubung. Engelschöre? Ein Zischen. Unaufhaltsam. Panik.

Stille. Ruhe. Monotonie. Kälte. Emotionslosigkeit. Epik. Dramatische Ausmaße. Eine Kirchenorgel. Die sowjetische Hymne? Gimn Sowjetskowo Sojusa. Marschtrommeln. Hilfe? Zu spät. Schrecken. Beängstigung. Dunkelheit. Schmerz. Stammelnd. Pianoklänge. Streicher. Weinen, Tränen, Leid, Kummer, Schreie, Gram und Qual. Ein Loch. Leere. Ein Nichts. Strahlung. Drückende, beklemmende Enge. Feuer. Aufstreben. Wieder Märsche. Militär? Paraden? Aufmärsche? Hoffnung? Nein.

Beklemmung. Not. Einsamkeit. Isolation. Verlassenheit. Kirchgeläut? Totenglocken? Himmel. Dunkel. Strahlung. Nuclear Sun? Nuclear Sun.

Das Ende? Die Hölle. Apokalyptisch. Dumpfe Geräusche. Tiefe. Unaufhaltsam, unabwendbar, unaufhörlich. Misere, Elend. Ein Fehler. Sinnlosigkeit. Depression, Pessimismus, Resignation. Martyrium. Unglück. Verderben. Eine Tragödie, ein Desaster. Schicksal? Kälte. Ein Flüstern. Echos. Rettung? Oder Schmerz? Ein Rotor…

Wieder Marschtrommeln. Beschaulicher, sanfter. Mut, Vertrauen, Zuversicht? Aufstreben? Zurück zur Normalität? Dennoch geprägt. Für immer. Eine Lehre? Vielleicht. Katjuscha.

Eine „strahlende“ CD.

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