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Demonical: Servants Of The Unlight

Kein belangloses Debüt
Wertung: 7.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 36:22
Release: 27.04.2007
Label: Cyclone Empire

Wenn man bedenkt, dass es Demonical gerade mal ein Jahr gibt und schon ein solches Debüt hinlegt, sollte man allein deshalb schonmal den Hut ziehen. Mag natürlich auch daran liegen, dass hier keine Anfänger am Werke sind, sondern erfahrene Musiker. Sänger Ludvig grunzt sich auch bei Remasculate einen ab, Drummer Ronnie zockt live bei Grave und auch Gitarrist Johan leistet seinen Dienst bei Interment. Unter dem Banner Demonical ziehen sie nun mit „Servants Of The Unlight“ los, um bitterschwarzen Death Metal in die Menge zu feuern.

Die Produktion ist ziemlich wuchtig, aber nicht glasklar, sondern mit ziemlich viel Rotz. Manche mögen das vielleicht nicht, aber ich finde, es passt super zu den Songs. Diese sind natürlich mit viel Blast und tiefem Gegrowle, doch sie haben an den richtigen Stellen die nötigen Tempiwechsel, um es nicht eintönig erscheinen zu lassen. Der Sänger ist wirklich recht tief, aber es ist zum Glück nicht monoton dabei, denn eine gewisse Heiserkeit spielt ebenfalls ihre Rolle. Die Musiker sind ebenfalls klasse, der Gitarrist versteht definitiv sein Handwerk und der Drummer hat neben seiner Schnelligkeit auch einen gewissen Groove, der klasse klingt und auch die Fills gefallen mir. Doch nun zu den Songs...

Diese sind eigentlich alle vom ähnlichen Eisen gemacht, sodass man sich die Songs schon öfter anhören muss, um gravierende Unterschiede zu finden. Man hat Blast, dann einen Tempowechsel, einen Groovepart, nach dem dann meist auch wieder das Tempo angezogen wird. Diese Mischung (immer mal in anderer Reihenfolge) macht schon die ersten beiden Songs „Suicide Throne“ und „Revel In Misanthropia“ zu glatten Erfolgen. Zweiterer erinnert mich vom Gegrowle ein wenig an Behemoth und hat zudem auch noch ein klasse Riffing.

„Burned Alive“ beginnt sehr schleppend und steigert sich dann in seinem Tempo zunehmend. In der Bridge wird das Tempo dann wieder gedrosselt und es darf wieder gestampft werden. Von Tempo und Riffing sehr an Marduk erinnernd ist das folgende „Feeding The Armageddon“. Hier wird Blast groß geschrieben und der Groovepart kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Langsamer geht es danach bei „United In Torture“ weiter, jedoch auch nur stellenweise, denn auch hier wird ordentlich gebolzt. Doch hier gefällt mir das Riffing ab Mitte sehr, vor allem, weil es klasse von der Doublebass untermauert wird.

Und so geht es weiter und weiter mit dem gleichen Schema und der rote Faden zieht sich durch die restlichen Songs ohne Probleme weiter. „Slaughter Of All Hope” hat einen sehr coolen Refrain und Bridge, “Unholy Desecration” stampft zu Beginn wieder ordentlich und ist einer der wenigen Songs, bei dem kein wirklicher Blast verwendet wird.

„Leipzig 1945“ beginnt, wie der Titel erahnen lässt, mit Kriegssamples und ist leider sehr unspektakulär, sehr langsam, aber nicht mehr als okay. Gegen Ende ist dann auch mal Party angesagt (Krieg ist ja schliesslich nun vorbei, ha!) mit dem Onslaught-Cover „Death Metal“, das hier in der Demonical-Version, wie ich finde, wirklich gut klingt. Dann ist die schwarze Attacke nach knapp 36 Minuten auch schon vorbei.

Fazit: Demonical haben auf jeden Fall mit „Servants Of The Unlight“ ein recht brachiales Werk hervorgezaubert und damit kein belangloses Debüt abgeliefert. Auch wenn man in vielen Songs das gleiche Muster erkennen kann, so muss das nicht gleich negativ sein. Die Songs sind recht kurz, halten einen bei der Stange und es gibt auch ein paar Songs, die dennoch herausstechen können. Wer auf schnellen und wuchtigen Death Metal steht, dem aber nicht die nötige Melodie und der nötige Groove flöten geht, sollte auf jeden Fall in „Servants Of The Unlight“ hereinhören, schon das Cover sieht sehr fett aus, auch wenn man ein Pentagramm schon einmal gesehen hat.

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