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Demonaz: March Of The Norse

Locker und leicht, aber auch langweilig
Wertung: 6/10
Genre: Black Metal, Classic Heavy Metal
Spielzeit: 35:34
Release: 01.04.2011
Label: Nuclear Blast

Dem ein oder anderen dürfte der Name „Demonaz“ bekannt vorkommen, obwohl diese Band bisher noch keine CD veröffentlicht hat. Denn bei Demonaz handelt es sich um niemand anderen als den ehemaligen Gitarristen der Black-Metal-Idole Immortal. Diesmal ganz ohne die Unterstützung von Abbath und Co. stürzt sich Demonaz auf sein gleichnamiges Solo-Projekt und auch Drummer Armagedda, ein weiteres Gründungsmitglied von Immortal, hat sich ihm angeschlossen. Bei diesem Projekt verzichtet Demonaz aber auf die Rolle des Gitarristen und widmet sich vollständig dem Gesang. Aber auch beim Genre gibt es ein paar erwähnenswerte Tendenzen. Was als reiner Black Metal angepriesen wird, beinhaltet zusätzlich Classic-Heavy-Metal-Elemente, die direkt aus den Achtzigern entsprungen sein könnten. Das Album bietet also einen Black-Metal-Sound der Anfangszeit und ist weniger mit „modernem“ Black zu vergleichen, sprich mehr Bathory- als Behemoth-Zutaten.

Der Musik von Demonaz kann man gut folgen. Das liegt vor allem an den klaren Songstrukturen, die das Album durchziehen. Die cleanen Vocals werden von Demonaz mit einem rauen Unterton in der Stimme passend, aber etwas müde vorgetragen. Als Hörer fühlt man sich nicht all zu sehr angesprochen bzw. mitgerissen und lauscht dadurch relativ teilnahmslos dem Gesang des Immortal-Gründers. Auch die Drums reißen mit ihrer klassischen und soliden Art niemanden vom Hocker. Dafür wurde auf die Guitar- und Bass-Lines von Saitenzupfer Ice Dale bei den Aufnahmen bzw. beim Songwriting mehr Wert gelegt. Die Riffs sind fetzig und die häufigen Solo-Parts abwechslungsreich und ausschweifend. Die Vermutung liegt nahe, dass hier beide Gitarristen ihre Finger im Spiel hatten und die Riffs in Zusammenarbeit kreiert haben. Die Qualität spricht jedenfalls für viel Erfahrung und die Parts von Gitarre und Bass können sich daher sehen lassen.

Kleine Ausschweifungen des Albums finden sich unter anderem ausgiebig in den Stücken „Northern Hymn“ und „Ode To Battle“. Diese sehr kurz gehaltenen Zwischenspiele bestehen aus ruhigen Klängen und präsentieren sich mit einem Männerchor, der aber sehr weit im Hintergrund bleibt. Die Idee passt gut zu dem Konzept des „Norse Metal“, wie Demonaz gerne das Album „March Of The Norse“ umschreiben. Die Atmosphäre bleibt bei den beiden Stücken aber leider weitestgehend auf der Strecke und auch dem Status „episch“ wird nur aus der Ferne zugewunken.

Was soll man da sagen? „March Of The Norse“ ist ein Album ohne nennenswerte Höhepunkt: locker und leicht, aber auch langweilig spielt man sich durch die Lieder ohne einen Ausblick nach rechts oder links zu geben. Experimente werden kaum umgesetzt, so dass die Lieder alle sehr ähnlich gemacht sind und auch so klingen. Somit bleibt das Album bis zum Schluss sehr solide und ungewohnt brav. Wer die CD mit einer Black-Metal-Erwartung à la Immortal kauft, wird damit wahrscheinlich auf die Nase fallen. Hinzu kommt, dass „March Of The Norse“ mit seinen rund 35 Minuten schon so unerhört kurz ist, dass man empört aufschreien würde, wenn einen die Musik nicht vorher schon langsam in den Schlaf gespielt hätte.

Zugegeben, „March Of The Norse“ hat schon seine netten Elemente, unterm Strich waren die Erwartungen an das Album aber höher als das, was von Demonaz geboten wird. Leider ein enttäuschendes Album, welches nicht lange in den Köpfen hängen bleiben wird.

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