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Delirious: Moshcircus

Das vierte Album ist eine Wucht
Wertung: 9/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 52:11
Release: 01.05.2015
Label: Eigenproduktion

Eigentlich ist die Diskografie mehr als beschämend. Da feiert die Band Delirious 25-jähriges Bestehen und hat in der ganzen Zeit gerade vier Alben zustande gebracht. Das ist im Schnitt ein Album alle 6,25 Jahre. Das ist durchaus mies. So einfach ist die Sache aber nun wirklich nicht. Die Umstände, warum nicht mehr kam, waren vielschichtig und müssen hier gar nicht erläutert werden, denn: Hier ist die neue Platte der Combo aus Hamm!

Der erste Gedanke ist ein trauriger. Denn wenn die Scheibe erst mal ihre Runden dreht, dann wünscht man sich als Thrasher mit Sicherheit mehr von Delirious. Im ersten Moment könnte man sie für Destruction mit Talent und Können halten. Damit würde man der Band aber immer noch unrecht tun. Denn Delirious zeigen auf „Moshcircus“ ganz deutlich, dass sie sind wie guter Wein. Mit der Reife werden sie immer besser.

Warum hier so viele Lobhudeleien schon zu Beginn der Besprechung verschwendet werden? Ganz einfach. Wer eine Thrash-Metal-Platte macht, die fast eine Stunde dauert und dabei nicht einmal auch nur kurz langweilig wird, der hat nunmal Lob verdient. Ein paar kleinere Mankos hat das Album aber dennoch zu verbuchen.

Nein, verdammt! Hier kann man nichts meckern. Die Platte (die übrigens auch als limitiertes Vinyl herauskommen soll) hat keine Schwächen. Ganz klar, Delirious erfinden den Thrash nicht neu und man hat so ähnliche Musik auch schon gehört und blablabla. Trotzdem macht „Moshcircus“ einfach Spaß zum anhören. Hier gibt es eine Stunde gelebte Spielfreude auf die Ohren. Das hört man eben und das färbt auch ab.

Das Werk klingt auch fast ausnahmslos einwandfrei. Man kann den Silberling ohne Probleme auf der kleinen Heimstereo, auf der großen PA und mit einem vernünftigen Kopfhörer hören. Überall hört man logischerweise etwas andere Konturen, aber man kann immer alle Instrumente sauber erkennen. Einen Ausfall im Hörtest gab es aber unerklärlicherweise dennoch. Im Auto (Audi Standard Bose System - Anm.d.Verf.) wirkt der Klang einfach platt und flach und einfach grauslig. Warum das so ist, das wissen die Götter.

Das ist aber auch gar nicht relevant, denn Delirious haben hier wie bereits minimal angedeutet ein ganz wunderbares Werk erschaffen. Und wenn man ganz genau hinhört, dann hört man schon so etwas wie einen eigenen Stil. Ein bisschen zumindest. Thrasher müssen hier zugreifen. Da gibt es keine Ausreden!

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