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Deja Vu: Ejected

Endlich ist das neue Album da
Wertung: 8,5/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 53:31
Release: 15.04.2016
Label: Infernö Records

Man hätte schon die Befürchtung haben können, dass es nichts mehr wird. Ziemlich bald nach dem letzten Release im Jahr 2008 haben Deja Vu angekündigt, dass es ein Nachfolgeralbum geben wird. Dieses hat nun ganze acht Jahre auf sich warten lassen.

Nun steht „Ejected“ aber doch in den Regalen und eine Weiterentwicklung zum Vorgängerwerk ist unübersehbar. Im äußerlichen Vergleich zum Vorgänger kommt die neue Platte schon deutlich professioneller daher. Das Cover wirkt ansprechender und wilder zugleich.

Die nächste Erwartung erfüllt sich, wenn der Silberling einige Zeit im Schacht rotiert, denn auch der Sound hat sich im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessert. Die Drums klingen wesentlich dynamischer, die Gitarren sind zwar nicht ganz so dominant, aber dafür wirken sie bei Weitem nicht mehr so steril als zuvor. Den größten klangtechnischen Unterschied gibt es aber beim Gesang. Sänger und Gitarrero Werner Kerscher klingt am Mikro deutlich reifer und geübter als zuletzt.

Abgesehen davon hat sich auch das Songwriting der vier weiterentwickelt. Die Stücke sind viel aufwendiger konzeptioniert und strukturiert. Mit dieser Aussage muss man allerdings vorsichtig umgehen, denn trotz der Tatsache, dass sie kunstvoller gestaltet wurden, sind die Titel nicht weniger eingängig oder funktionell. Eher im Gegenteil. Deja Vu schaffen mit jedem Stück die Gratwanderung zwischen leicht hörbar und anstrengend. Hauptverantwortliche dafür sind vor allem Drummer Stephan und die beiden Gitarristen Timo und Werner. Gemeinsam schaffen sie ein sehr schön klingendes und gut hörbares Ambiente, welches vor allem Fans früherer Iron Maiden Alben entzücken dürfte. Freunde von Truppen wie Twisted Sister werden sich vielleicht nicht ganz getroffen fühlen, denn Deja Vu haben eine ganze Ecke an Härte zugelegt und zusätzlich auch noch ein Augenmerk auf (wie gerade schon beschrieben) möglichst variantenreiches Spiel gelegt.  

Diese These wird schon sehr zügig belegt. Wenn man sich nur die ersten Titel auf dem Rundling anhört, dann bestätigt sich die Annahme schnell. Deja Vu haben auf „Ejected“ vierzehn verspielte und doch mit einem roten Faden versehene Lieder gepackt, die sich allesamt sehen lassen können. Auf der einen Seite stehen so griffige Werke wie „Midnight Rider“ und denen gegenüber positionieren sich Lieder wie „Hell Or High Water“, welches eher zu den verspielten, aber harten Stücken auf der Platte zählt.

Insgesamt kann man „Ejected“ als durchaus gelungene Platte betrachten. Man muss den Sound mögen, der sehr authentisch nach NWOBHM klingt. Hat man sich damit mal arrangiert, dann ist es durchaus wahrscheinlich, dass das Album eine ganze Zeit lang im Abspielgerät verbleibt, denn Deja Vu haben sich viel Mühe gegeben, ein vielschichtiges Konstrukt zu entwickeln, welches auch durchgehend funktioniert. Man darf jetzt nur hoffen, dass es bis zur nächsten Platte nicht wieder so lange dauert.

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