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Deinonychus: Ode To Acts Of Murder, Dystopia And Suicide

Verstörende Emotionen
Wertung: 8/10
Genre: Metal
Spielzeit: 45:22
Release: 01.12.2017
Label: My Kingdom Music

Deinonychus haben schon eine beachtliche Diskografie im Hintergrund: Sieben Alben sowie mehrere EPs und Demos. Dazu kommt eine 25jährige Bandgeschichte, die seit 2007 allerdings sehr ruhig ist, da Deinonychus seit dem letzten Album „Warfare Machines“ eine kleine Schaffenspause eingelegt haben. Nun juckte es dem Mann hinter dem Bandnamen, Marco Kehren, aber anscheinend wieder kräftig in den Fingern und so suchte er sich zwei Kollegen, welche durch ihr Wirken in der einen oder anderen Band (Betlehem, Imperia, Empyrium, The Vision Bleak) etwas Know-how in das neue Album einfließen lassen konnten. Und so wurde im Dezember 2017 „Ode To Acts Of Murder, Dystopia And Suicide“ veröffentlicht. Zusammengezimmert wurde das Album in der Klangschmiede Studio E, wo bereits Alcest und Secrets Of The Moon aufnahmen. Soweit sind gleich mehrere gute Vorzeichen für ein starkes Album gegeben. Bleibt allerdings abzuwarten, ob ein solches auch gelungen ist…

Geboten wird auf „Ode To Acts Of Murder, Dystopia And Suicide“ eine Mischung der extremen Metalspielarten. Doom, Death und Black werden zusammengeworfen, kombiniert, mit- und gegeneinander gespielt. Solch wilde Mischungen können gerne mal voll daneben gehen, tun es bei Deinonychus aber keineswegs. Hier werden die Stile gekonnt miteinander verwoben, sodass ein facettenreiches musikalisches Gewebe herauskommt, welches die komplette instrumentale und gesangliche Bandbreite der verschiedenen Stile vorweist: monoton-stampfende Dampfwalze, aggressives Riffing, Blastbeats, stimmungsvolle Keyboards, trauernde Melodien, Gekeife, Growls, Klagegesang und und und… . Dabei wirkt „Ode To Acts Of Murder, Dystopia And Suicide“ kein bisschen überfrachtet, es wurde vielmehr mit Bedacht ausgewählt und nie zu viel auf einmal in einen Song gepackt.

„Ode To Acts Of Murder, Dystopia And Suicide“ bietet dem Hörer eine wahre Achterbahnfahrt an vertonten Emotionen: Aggression, Trauer, Verzweiflung, Wahnsinn, alles dabei. Verstörend ist gleich zu Beginn des Albums schon die Unterbrechung des Openers „Life Taker“: Man überlegt kurz, warum das Lied schon aus ist und schon geht es weiter. Das ist soweit natürlich nicht die Neuerfindung des Rades, aber irgendwie symptomatisch für das ganze Album.

Das folgende „For This I Silence You“ überzeugt insbesondere durch die Melodie, welche den zunächst eher gemächlichen Song begleitet und den anklagenden Vocals einen majestätischen Rahmen gibt. Und so hat auch jedes weitere Stück des Albums seine ganz eigene Note. Ein kleiner Wermutstropfen sind die ersten Minuten von „Dead Horse“, welche aus jammervollen Klagen bestehen, damit nicht nur irgendwie an Betlehem erinnern, sondern schon eine arge Geschmacksache sind, aber wer´s mag…

Fazit: Wer mit dem oben beschriebenen Genre-Mix etwas anfangen kann, der macht mit „Ode To Acts Of Murder, Dystopia And Suicide“ von Deinonychus definitiv nichts falsch. Eine mehr als erwähnenswerte Veröffentlichung zum Abschluss des alten Jahres. Welcome back, Deinonychus!

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