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Deicide: To Hell With God

Charmant wie eh und je
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 35:43
Release: 18.02.2011
Label: Century Media

Dreiundzwanzig Jahre existieren Deicide nun bereits. Und das mit verblüffend wenig Line-Up-Wechseln. Jetzt bringen die Amerikaner mit „To Hell With God“ ihr zehntes Studioalbum auf den Markt. Erscheinen wird das Album als limitiertes CD-Mediabook, als limitierte, farbige LP, als digitaler Download und natürlich im gewohnten Jewelcase.

Die Gruppe ist wie immer ihrem Stil treu geblieben und fetzt dem geneigten Hörer extrem schnellen und genau so extrem technischen Death Metal um die Ohren. Auf einer Wiedererkennungsskala von eins bis zehn bekommt „To Hell With God“ eine glatte zwölf. Von der ersten Sekunde an ist einem bewusst: Das können nur Deicide sein. Das sehr epische Cover unterstreicht diesen Eindruck noch. Schön, dass manche Bands nicht in einen Experimentierwahn verfallen. Es ist als alles beim alten. Trotzdem klingt die Scheibe neu, es kommt nicht der Hauch eines Zweifels auf, dass man das auf der CD befindliche Material schon einmal gehört haben könnte. Mitverantwortlich könnte dafür auch der Produzent Mark Lewis sein. Dieser hat auch schon mit Bands wie The Black Dahlia Murder und Chimaira gearbeitet. Er hat wohl für die, zugegebenermaßen fast unhörbaren, Abwechslungen gesorgt. Lyrisch hat sich auch nichts verändert, Glen Benton schimpft über Gott und die Christen, dass sogar der Teufel rot anlaufen würde. Vermutlich wäre es ein Schlag ins Gesicht eines jeden Fans der Band, sollte sich das jemals ändern.

Die zehn Titel der CD sind aufwendig komponiert, verzwickte Gitarrensolos und ein zermürbendes Schlagzeugspiel lassen immer wieder Raum für kleine Besonderheiten, die man erst nach vielen Hördurchgängen erkennt. Langeweile ist hier Fehlanzeige. Die Vocals sind sauber gemischt, man versteht eigentlich sogar den Text, zumindest, wenn man ganz genau hinhört. Wenn man herausragende Titel der Scheibe benennen möchte, so seien die Songs „Save Your“, „Angels Of Hell“, „How Can You Call Yourself A God“ und natürlich „To Hell With God“ zu erwähnen. Diese vier Titel erschaffen die meiste Atmosphäre, beinhalten das meiste (wahrscheinlich untote) Leben und klingen überdurchschnittlich interessant. Doch auch sonst kann die Scheibe mit guten Songs aufwarten. Insgesamt darf „To Hell With God“ als eines der besten Alben der Band betrachtet werden. Den Ausschlag geben die kleinen Nuancen, die immer wieder verbaut wurden. So sorgen die immer wieder eingesprengten kleinen Soloparts der Gitarre für reichlich Earcatching, und auch die Vocallines sind recht voluminös gestaltet.

Empfehlen kann man den Rundling natürlich einem jeden Deicide-Fan. Jeder, der die Band kennt, weiß, was er zu erwarten hat, und genau das bekommt er auch geliefert. Alle, die auf technischen Extrem-Death-Metal stehen, können ebenfalls völlig bedenkenlos zuschlagen, und für die Anhänger des Gehörnten dürfte diese Scheine eine Art Lehrhörbuch sein.

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