Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Deicide: The Stench Of Redemption

Unglaublich hochwertig
Wertung: 9/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 38:35
Release: 18.08.2006
Label: Earache

Was erwartet einen wohl, wenn man auf dem Cover einer CD einen gepeinigten, blutkotzenden Jesus sieht, der durch ein umgedrehtes Kreuz hindurchspäht? In diesem Falle handelt es sich um das neue Deicide Album „The Stench Of Redemption“, bei dem Deicide zwar textlich die gewohnte Schiene fahren, aber musikalisch doch einiges Neues zu bieten haben.

Ich hatte Deicide immer als brutalen Death Metal im Gedächtnis, mit einem fragwürdigen Frontmann namens Glenn Benton, der mit seiner tiefen Röhre alles andere als Kompromisse eingeht. Doch mit „The Stench Of Redemption” wird auf einmal alles anders. Benton spielt in den Interviews nicht mehr den Großen Idioten, mit Ralph Santolla wird ein gläubiger Christ ins Boot geholt und auf einmal zieren Melodien die Knüppelorgie von Deicide. Nebenbei wird sogar beinahe die 40-Minutengrenze geknackt, anstatt bei den üblichen 30 Minuten zu verharren. Auch ein Jack Owen (Ex-Cannibal Corpse) leistet seinen Beitrag zum Wandel Deicides.

Doch wer nun glaubt, Deicide würden nun gänzlich mit andere Stilart schocken, hat weit gefehlt, denn knüppeln tun sie immer noch wie die Berserker. Mit „The Stench Of Redemption“ wird zwar nicht sofort richtig Gas gegeben, aber dennoch walzt der Titeltrack einiges nieder. Ab der Bridge wird das vom Tempo deutlich zugelegt, jedoch mit klasse klingenden Melodien und einem Klasse Soli-Duell von Santolla und Owen auch Steve Asheim haut alles auf den Fellen. „Death To Jesus” ist eine wesentlich schnellere Nummer und auch hier können die Soli begeistern. Der folgende Track „Desecration“ klingt anfangs wie der Opener der „Swarm!“ von Torture Killer, Benton grunzt auch hier kellertief und die Gitarrenlicks klingen nach Cannibal Corpse und lassen Owens Schöpfung erahnen. Auch „Homage For Satan“ klingt anfangs eher nach Six Feet Under plus Geknüppel, hat einen zweistimmigen (tiefes Grunzen/hohes Kreischen) Refrain und klasse Soli-Melodien.

„Crucified For The Innocence“ und „Walk With The Devil In Dreams You Behold“ haben beide einen Refrain mit Ohrwurm-Charakter, vor allem letzterer zeigt, das Death Metal trotz Growlen in den Stimmlagen zugunsten des Refrain variieren kann. Mit „Not Of This Earth“ wird nochmals die Walzschiene gefahren, auch wenn anfangs natürlich ordentlich geblastet wird, hat Verse dank Riff und Gesangslinie der Song einen Groove-Effekt, ein sehr cooler Song, der natürlich auch wieder dank der Soli-Einlagen einfach nur gelungen ist. Mit toller Mischung aus Knüppeln und Melodie kann auch „Never To Be Seen Again“ die Qualität halten, die auch bei „The Lord´s Sedition“ nicht einreisst, der die ersten 2 ½ Minuten sehr ruhig und Powergeladen daherkommt und dann letztlich wieder in Raserei gipfelt.

Deicide schaffen es mit „The Stench Of Redemption“ ein unglaublich hochwertiges Death Metal Album auf den Markt zu werfen. Alle haben ihre Instrumente vollkommen unter Kontrolle, von den Drums, die wirklich schnell sind bis hin zu den wirklich tollen Gitarrenparts, die durch Santolla und Owen einen melodiösen Charakter bekommt, der Deicide einfach perfekt ergänzt und diese Scheibe zu etwas besonderem macht. Ich war nie ein Fan dieser Truppe, und mögen tue ich die alten Sache immer noch nicht wirklich, aber wenn die Jungs auf dem Pfad von „The Stench Of Redemption“ bleiben, werde ich sie mir mit Vergnügen weiter anhören. Dieses Album ist anders, und sollte auch von denen mal angetestet werden, die Deicide vorher nicht wirklich mochten. Allein die Soli sind es wert.

comments powered by Disqus

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann