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Defloration: The Bone Collection

Ein insgesamt gutes, ideenreiches US - Death Metal Album
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 36:40
Release: 09.03.2007
Label: Remission Records

Wer hätte beim blossen Hören von “The Bone Collection” wohl gedacht, dass diese Band aus deutschen Landen (Grossraum Jena) kommt? Defloration klingen auf ihrem zweiten Album “The Bone Collection” nämlich so US - amerikanisch, dass man die Nationalität dieser Death Metaller doch eher auf der anderen Seite des Atlantiks gesucht hätte. Aber das Nationalität nun rein gar nichts mit musikalischer Qualität zu tun hat, ist uns allen ja hinreichend bekannt.

Wie bereits angesprochen zelebrieren Defloration knallharten, äusserst brutalen US - Death Metal, der besonders für Fans von Cannibal Corpse, Malevolent Creation, Suffocation und ähnlich gerichteten Knüppelkonsorten interessant sein dürfte. Zwar erinnert das Album streckenweise sehr deutlich an die eben genannten Bands, doch wage ich sehr zu bezweifeln, dass dies irgendeinen Hörer von „The Bone Collection“ stören wird. Sehr traditionell kämpfen sich Defloration durch die zehn Songs des Albums und können besonders an der instrumentalen Fraktion überzeugen.

Und dies untermauert bereits der Opener “The Last Breath”, der getragen wird von druckvollen Riffattacken, immer wieder auftretenden (genretypischen) Technikdemonstrationen und krachenden Drums, die ständig im Taktwechsel zu sein scheinen. Mit den Vocals von Frontmann Uwe Rödel habe ich allerdings so meine Probleme. Objektiv muss man natürlich klar sagen, dass dieser Mann extrem tief growlen und markant schreien kann, keine Frage. Da Uwe allerdings einen sehr eigenen Stil hat, ist die Gesamtperformance ziemlich gewöhnungsbedürftig und es fällt mir aus subjektiver Sicht sehr schwer, mit seinen Vocals richtig warm zu werden.

Es ist also eine reine Geschmacksfrage, die aber keinen US - Death Metal - Anhänger davon abhalten sollte, sich beim nächsten Besuch im Plattenladen “The Bone Collection” anzuhören und die sich auf grund ihrer lediglich subjektiven Natur auch nicht stark auf die Bewertung auswirken soll, schliesslich haben wir es immer noch mit einem guten Album zu tun.

Natürlich ist es angesichts der grossen musikalischen Parallelen zwischen den Songs, für welche das Genre generell schon immer stand, sinnlos, jeden einzelnen Track eines Albums genauestens zu analysieren, aber ein paar Highlights möchte ich Euch doch noch mit auf den Weg geben. Da wäre neben dem Opener “The Last Breath” zunächst das kraftvolle “Burn This World”, das zu Beginn etwas schleppend daherkommt, im Mittelteil dann aber mächtig an Fahrt gewinnt und sehr zum Kopfschütteln anregt. Besonders herausragend ist hier die Abwechslung im Song, denn ständig wechselt der Takt und ständig blitzen neue Ideen auf. Dies gilt auch für alle folgenden Tracks, denn an Ideen mangelt es Defloration nicht. Ganz im Gegenteil; denn mit den Ideen, die manch ein einzelner Song auf “The Bone Collection” enthält, füllen andere Bands ganze Alben.

Bei “The War Within” und “Raise The Hell” sind nicht nur die Namen wirklich Programm, die Songs sind auch richtig gut. “The War Within” erinnert mich etwas an Cannibal Corpse zu ihren allerbesten Zeiten, während “Raise The Hell” gemeinsam mit “I Pontifex” vielleicht sogar der (positiv) fieseste Song des Albums ist. Ebenfalls sehr hörenswert sind die beiden Titelsongs “The Bone Collection I - The Quest For Bone Idol” und “The Bone Collection II - Crushed Bones And Empty Bodies”, deren Riffs mal wieder alles erdrückend und niederschmetternd sind. Schade ist nur die recht kurze Spielzeit von knapp 37 Minuten.

Fazit: Defloration veröffentlichen mit “The Bone Collection” ein insgesamt gutes, ideenreiches US - Death Metal Album, welches Genrefreunde antesten müssen. Ich empfehle allerdings keinen “Blindkauf” des Albums, was daran liegt, dass der extreme Gesang von Uwe Rödel nicht nur gewöhnungsbedürftig ist, sondern mit Sicherheit auch nicht Jedermanns Geschmack treffen wird.

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