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Décembre Noir: Forsaken Earth

Death, Doom, Depression.
Wertung: 8,5/10
Genre: Melodic Death/Doom Metal
Spielzeit: 49:52
Release: 12.08.2016
Label: FDA Rekotz / Soulfood

Nach October Tide und Novembers Doom gibt es jetzt mit Décembre Noir für jeden Herbstmonat eine Doom-Band. Letzere veröffentlichen nun ihr zweites Studioalbum "Forsaken Earth", eine Scheibe voller melodischem Doom-Death-Metal.

Der erste Song ist das langsamste Stück des Albums und eine gute Einleitung in die traurige Stimmung, die Décembre Noir verbreiten. Hier wurde ganz dezent und sehr passend noch ein Cello mit eingespielt. Zum zweiten Lied, "Small.Town.Depression", zu dem auch ein recht gelungenes Musikvideo gedreht wurde, wird es zumindest schlagzeugtechnisch etwas schneller, hier gibt es dann schon mal den ein oder anderen Blastbeat zu hören. Deutlich härter wird es dann anschließend mit "Ghost Dirge", ein weniger melodisches Stück, das aber dafür mit astreinem und knallhartem Doom-Death-Metal punktet.

Musikalisch passen die drei Doom-Meister des Herbstes gut zusammen: Durch die zähen, traurigen Melodien von October Tide und die prägnanten Growls, die gelegentlichen Sprechparts sowie die schweren, treibenden Riffs von Novembers Doom sind die Spielarten nah bei einander und auf eigene Art schön eingearbeitet. Eine druckvoll und saubere Produktion war ebenfalls eine sehr gute und passende Wahl für derartige Kompositionen. Besonders in "The Vast Darkness" und "Distant And Unreachable" ist diese Kombination von bekannten Elementen des Genres vorhanden. Und dann kommt er, dieser ganz besondere Song. Der Song, der dieses Album nochmal eine Ebene höher hebt und es zusätzlich zu etwas wirklich Großartigem macht.

Wir haben hier eine Länge von einer knappen Viertelstunde, in der wirklich alles stimmt. Man kann "Waves Of Insomnia" eindeutig als Höhepunkt der Scheibe betrachten, alle wichtigen Elemente sind hier schön zusammengefasst. Das Intro nimmt sich viel Zeit, man hört ein Uhrenticken, zu dem im Hintergrund spielende Kinder zu hören sind, darüber eine langsame, traurige, clean gespielte Melodie. Gänsehaut macht sich breit. Nach einem melodischen Instrumental folgt stampfender Death Metal, wieder mit tiefen Growls. Immer wieder in herzzerreißende Riffs mündend, schleppt sich das Lied voran. Zwischen schönen Melodien und schleppenden Rhythmen wird die Geschwindigkeit zwischenzeitlich mit schneller Doublebass und treibenden Offbeats angezogen. Mit Uhrenticken und der traurigen Melodie vom Anfang endet es auch wieder, alles schön in sich geschlossen.

Nach dem melodisch vielschichtigen "Distant And Unreachable" ist "Forsaken Earth" durchgelaufen und hinterlässt beim Höhrer drückende, aber angenehme Stimmung. So muss Doom klingen, zu meckern gibt es hier so gut wie nichts. Hier und da wirken die gleichbleibenden Growls mit der Zeit vielleicht etwas eintönig, was der Scheibe aber nicht wirklich viel nimmt.

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