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December Youth: Transgressions

Ein guter Start für eine junge Band
Wertung: 7/10
Genre: Post-Hardcore, Punkrock
Spielzeit: 12:56
Release: 23.05.2014
Label: Eigenproduktion

Fast auf den Tag genau zwei Jahre ist es her, dass die Düsseldorfer December Youth ihr EP-Debüt „Transgressions“ veröffentlichten. Ist doch Schnee von gestern, könnte man jetzt denken, aber im Zuge der neuen Veröffentlichung „Relive“, die am 17. Juni via Midsummer herauskommen wird, muss man sich der Vollständigkeit halber schon auch das Vorgängeralbum zu Gemüte führen. Nur so kann man schließlich sehen und hören, inwiefern die Band sich weiterentwickelt hat – falls überhaupt eine Entwicklung stattgefunden hat.

Die Jungs geben sich also auf dem 2014er Output dem wütenden Post-Hardcore mit einem Schuss Punk hin, damals noch im Do It Yourself-Modus, aber schon mit großen Ideen im Kopf und jeder Menge Talent gesegnet. Fünf Tracks hatten es damals auf „Transgressions“ geschafft, weil gerade mal drei Songs die Zwei-Minuten-Marke knacken konnten, kam da logischerweise spielzeitmäßig nicht wahnsinnig viel bei rum. Muss es ja aber auch nicht unbedingt, oft spricht ja schon ein einzelner Song für sich.

Wenn man sich retrospektiv vor Augen führt, dass December Youth bei der Veröffentlichung der EP gerade erst frisch gegründet waren, ist es umso beeindruckender, wie konsequent die Band auf „Transgressions“ bereits einem roten Faden folgen konnte. Da brettert der Opener „A  Backward Glance“ (passender Titel für eine Retrospektive) gleich mit post-rockigen Gitarren drauflos, der Post-Hardcore wird dann in Form von Screams plus melodischen Arrangements abgefeiert und Sänger Chris keift sich die Lungenflügel blutig, dass es eine Freude ist. Produktionstechnisch ist hier natürlich noch Raum nach oben, das tut der Freude aber so gut wie keinen Abbruch.

Mit „13“ haben sich die Düsseldorfer für einen schnell hingerotzten Track entschieden, das folgende „A Promise“ gestaltet sich da mit flirrenden Gitarren, klirrenden Hi-Hats und perfekt einsetzendem Geschrei schon experimentierfreudiger. „First Part Of A Tragedy“ gibt sich dann sowohl vom Titel als auch vom Aufbau eher dem Screamo hin, gut gemacht, aber nur bedingt aufrüttelnd (beispielsweise bei der Bridge, super gemacht!). Zum Glück sieht es beim finalen „Chasing Dreams“ schon ganz anders aus, hier hätte das kurze Intro ganz deutlich von Pearl Jam stammen können, die Gitarren pendeln sich irgendwo bei Post-Rock ein und die Vocals kommen zum Teil verzweifelt und teils fast ein bisschen hysterisch aus dem Hintergrund.

Wo Prädikate wie „hysterisch“ in anderen Stilrichtungen als Beleidung zählen, passen sie bei December Youth wie Arsch auf Eimer. „Transgressions“ kann sich schon mal hören lassen, ein Review zur neuen Platte, dem Debüt-Full-Length „Relive“, folgt in Kürze. Man kann wirklich gespannt sein, wie die Jungs ihren Sound auf Vollzeitscheibe und mit einem professionellen Label im Rücken umsetzen. Für „Transgressions“ gibt es bis dahin sieben Punkte.

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