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Deceiver: Thrashing Heavy Metal

Darum sollte man Totes ruhen lassen
Wertung: 4/10
Genre: Old School Thrash Metal
Spielzeit: 34:40
Release: 27.02.2009
Label: Pulverised Records

Die Schweden Deceiver geben sich die Ehre, ihren finalen Longplayer abzuliefern. Etwas seltsam, aber nun ja, so ist es halt. Wie der Titel es schon verrät, hat der Hörer es mit „Thrashing Heavy Metal“ zu tun. 

„The Tail’s Of Whom In Shadows Fall” beginnt recht schwach mit einem eigentlich doch recht verpönten, langsamen Einblenden der Musik. Zumindest kämpft man sich recht kräftig durch den Song. Schwach als Opener, da trotz des ansatzweise druckvollen Sounds zuwenig für das Gedächtniszentrum getan wird. Sicher auch ein kleines Manko, welches darin besteht, dass es sich hier um eine Triobesetzung handelt.

Ohne große Pause geht es recht zügig mit „Ghost Of Souls & Inner Hate“ weiter. Irgendwo im Old School Thrash Metal, wie er auch gerne in good old Germany zelebriert wurde, angelehnt, donnert der Song allerdings eher unspektakulär daher. Zum Headbangen durchaus geeignet, aber nicht wirklich mitreißend. 

Was nützt das gute handwerkliche Können, wenn man es nicht schafft, gute, sich im Kopf festsetzende Songs zu schreiben? Pete Flesh brüllt zwar seine Vocals ganz ordentlich raus, aber es hört sich alles ziemlich gleich an. Da nutzt dann auch das deutlich langsamer ausgerichtete „Graveyard Lover“ nichts. Ziemlich durchschnittlich. 

Etwas mehr das Erinnerungszentrum stimulierend, kommt dann aber schönerweise „Coma Of Death Toxication“ daher. Zwar klingt es alles immer noch sehr gleichförmig, aber der ein oder andere Tempowechsel weiß zu gefallen und der Kopf beginnt zu nicken. Mit knapp über vier Minuten ist dies auch einer der längsten Songs des Albums.

„Machinery Of God” verfällt da schon eher wieder ins alte Muster. Ziemlich unspektakulär und unrühmlich thrasht man sich durch die Noten. Ohne dass die letzten Töne schon verklungen sind, kommt dann das deutlich gemäßigtere „Blood Of The Soul“ daher. Klingt irgendwie so, als ob die Band und speziell der Sänger schon recht erschöpft sind. Nun ja, das Mittelmaß kann aber leider auch hiermit nicht hinter sich gelassen werden.

„Dead To The World“ sorgt dann trotz deutlichem Geschwindigkeitszuwachs auch nicht für die gewünschte Hochstimmung. Warum nur hat sich die Band denn noch mal nach ihrer Auflösung zusammengefunden, um dieses Album aufzunehmen? „The Dungeon” beschreibt dann leider nicht, worin sich die Band befindet, oder befinden sollte. Man musiziert weiter am musikalischen Genuss vorbei. Wieder einmal eher langsam als in Thrash-Gefilden, aber das nützt auch nicht viel.

„Legacy“ löst den vorangegangenen Song schon nach eineinhalb Minuten ab. Das hat man alles schon zig mal gehört, nur irgendwie besser und interessanter. Wenn es eine Polycarbonat (Rohstoff für CDs) Knappheit gäbe, dann müsste man über drakonische Maßnahmen bezüglich dieser Veröffentlichung nachdenken.

Unverhofft kommt dann aber wirklich noch ein kleines Highlight mit dem Rausschmeißer-Song „Thrashing Heavy Metal“. Irgendwo in den unendlichen Weiten der New Wave Of British Heavy Metal verankert, sorgt dieser Song wirklich für so etwas wie das Gefühl, den Song noch mal hören zu wollen.

Fazit: Tot ist tot, und in diesem Falle ist das auch nicht unbedingt schlimm. Recht langweiliger 08/15-Stoff, der recht schnell in der hintersten Regalecke verschwindet und nicht mehr gehört wird. Der mittelmäßigen Bewertung mit gerade mal fünf Punkten steht nur noch eines im Weg: die Spielzeit. 34 Minuten waren selbst als Vinylversion zu wenig. In den Achtzigern hatten viele Vinyl-EPs deutlich mehr Spielzeit. Also kommt noch mal ein Punkt runter und ab damit. Hoffentlich wird das Grab nicht wieder geöffnet, wie in diesem Falle.

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