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Decayed: Hexagram

Ganze 17 Jahre nahezu komplett in den Sand gesetzt
Wertung: 5/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 45:16
Release: 25.04.2007
Label: Folter Records

17 Jahre Szenezugehörigkeit sollten eigentlich nicht nur für einen reichen Erfahrungsschatz bürgen, sondern auch ein Garant für handwerkliche und kompositorische Feinstarbeit sein. Im Falle der portugiesischen Black-Metal-Kapelle sind derlei Qualitätsansprüche aber selbst in dieser langen Zeit vermehrt untergegangen, nachzuhören auf dem neuen Album „Hexagram“, dem ersten seit vier Jahren.

Die Südländer widmen sich dem ursprünglichen, roheren Finster-Sound und würzen ihn mit allerlei Ingredienzen aus der Death- und Thrash-Szene, ohne dabei wirklich eigenständige Inhalte zutage zu bringen.

Das Material ist meist ziellos arrangiert und macht den Eindruck, als hätte die Band zwangsweise in allen brachialeren Genres mal kurz hineinschnuppern wollen. Die offenkundig propagierte Vielschichtigkeit wird so zum erfolglosen Selbstläufer, der verstärkt für mangelnde Homogenität im Songwriting steht und die teils recht interessanten Ansätze schnell wieder zunichte macht.

So wurschteln sich die Portugiesen mehr oder minder erfolgreich durch einen apokalyptischen Soundwust aus doomigen Passagen, schepperndem Uptempo-Thrash und nordisch inspiriertem Schwarzmetall, der stellenweise zwar leicht beeindruckt, insgesamt aber wirklich kaum nennenswerte Ergebnisse erzielt.

Abgesehen vom hymnischen „Feast Of The Accursed“ und dem schnelleren „Moonrise“ fehlt es den 13 Stücken an echten Highlights und etabliert sie lediglich als ein weiteres Durchschnittswerk einer exotischeren Szene-Gruppierung.

Fazit: Nach immerhin 17 Jahren hätte man an dieser Stelle schlichtweg mehr erwarten dürfen!

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