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Decapitated: Organic Hallucinosis

Ist kurz, macht aber Spaß
Wertung: 9/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 32:29
Release: 10.02.2006
Label: Earache

Hart mussten sie arbeiten, um das zu erreichen, was sie erreicht haben. Decapitated wurde 1996 gegründet, doch mit einem Durchschnittsalter von 14 Jahren, was eine beträchtliche Blockade für potentiellen Erfolg darstellte. Dieses Problem jedoch beseitigten die Jungs aus Südpolen und etablierten sich nach ihrem zweiten Demo "The Eye Of Horus" als ein gerngesehener Live-Act in Polen.

Zwei Jahre später durchbrachen sie eine weitere Barriere: Sie unterzeichneten einen Plattenvertrag bei Earache Records. Kurz darauf wurde ihr Debüt-Album "Winds Of Creation" produziert, das die Death Metal-Szene hellhörig werden ließ - was schreibe ich ... hellhörig? Nein, begeistert! Sie wurden im selben Jahr zum besten Newcomer im Terrorizer Magazin gewählt.

Sechs Jahre nach ihrer Gründung, mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren, nahmen Decapitated ihr zweites Album auf: "Nihility". Und auch hier sollte die Resonanz sehr gut ausfallen. Auf "The Negation" (2004) folgt nun ihr neues Produkt kreativer Ergüsse bei Earache.

"Organic Hallucinosis" ist nicht der neue Szenename für einen Rausch auf Psilocybinpilzen und gemeint ist auch nicht das Symptom, sondern es ist der Name für Decapitated´s neues Liedgut. Das polnische Death Metal-Quartett produzierte hiermit erneut einen Longplayer besonderer Art. Stetig innovative, interessante Riffs, mal dezente Schlagzeugpassagen und mal welche, die einem sofort ins Gesicht knallen. Abwechselungsreichtum scheint eine Spezialität der Jungs zu sein, denn auch an AC/DC erinnernde Solis kommen zum Vorschein.

"A Poem About An Old Prison Man" nennt sich der erste von sieben Tracks und besteht fast ausschließlich aus Instrumentalklängen, welche allerdings so abwechslungsreich gestaltet werden, dass dieses Lied wirklich hörenswert ist. Der dritte Song "Revelation Of Existence" beginnt etwas langsamer, dennoch hart und ich meine sogar etwas psychedelische Ansätze herausgehört zu haben - faszinierend arrangiert.

Die Stimme Covans ist mit der frühen Cannibal Corpse Stimme auf "Eaten Back To Life" zu vergleichen, ist jedoch etwas kräftiger.

"Post Organic", der vierte Part, wird geprägt von schleppenden Riffs, die einen fast dazu zwingen, sich der Musik hinzugeben und mit dem genial implementierten Solo gibt es gar keine andere Option, als sich in den Bann des Albums zu begeben. Das letzte Stück des Longplayers ("Invisible Control") beginnt mit melodischen, beruhigenden Gitarrenklängen, allerdings mit heftigem Schlagzeuggeballer im Hintergrund, was einen netten Kontrast ergibt. Daraufhin geht es nach einer kurzen Bridge über in härtere, mit Dissonanzen ausgestattete, Gitarrenspielweise, stetig hinterlegt mit eben erwähntem Drumming, gefolgt von einer zerreißenden Stimme. Auch hier verdient das Arrangement großes Lob.

Das Album wird auch als limitierte Edition, ausgestattet mit einer Liveshow aus dem November vergangenen Jahres, erscheinen und wer die CD bei irgendeinem UK Indie Store erwirbt, erhält noch eine Bonus CD mit einem Live Auftritt aus dem Dezember 2004.

Mit 32 Minuten, 29 Sekunden Spiellänge und sieben Tracks ist es nicht das längste Album, dennoch lohnt es sich, die CD zu erwerben. Es macht Spaß, Decapitateds Musik zu hören und ich denke, dass Freunde härterer Klänge auf ihre Kosten kommen werden.

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