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Decapitated: Anticult

Zwiespältige Angelegenheit
Wertung: 6/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 37:50
Release: 07.07.2017
Label: Nuclear Blast Records

Decapitated haben mittlerweile eine beachtliche Anhängerschaft und mit Nuclear Blast seit geraumer Zeit auch ein Label hinter sich stehen, welches für die nötige Aufmerksamkeit im Metal-Zirkus sorgt. Dementsprechend groß wurde die Nachricht einer anstehenden Veröffentlichung aus dem Hause Decapitated angekündigt und dementsprechend groß wird die Vorfreude auf ein neues Album der polnischen Death Metaller bei deren Fans gewesen sein. Um es vorweg zu nehmen, „Anticult“ ist ein zwiespältiges Album geworden: Es beinhaltet echte Highlights, aber auch Enttäuschungen.

Die Highlights des Albums sind die beiden Stücke „Kill The Cult“ und „Earth Scar“. Beide Lieder treten ordentlich in den Hintern, Gitarre und Schlagzeug treiben die Songs entweder gut voran oder sorgen für den nötigen Groove. Aufgrund dieses groovigen Anteils sind die beiden Nummern auch sehr catchy und im Vergleich zum Rest des Albums schon fast eingängig. Natürlich haben wir es hier noch lange nicht mit Pop-Musik zu tun, aber die beiden Songs gehen schon gut ins Ohr. Diejenigen, die auf vermehrtes technisches „Gefrickel“ hofften, werden von diesen beiden Stücken wohl am ehesten enttäuscht sein. Dennoch machen Decapitated hier richtig Spaß und live kommen die beiden Nummern bestimmt gut. Würden die übrigen Lieder auf „Anticult“ in dieselbe Bresche springen, könnte die Höchstpunktzahl winken, aber leider ist dem nicht so.

Zwar ist das Album durchweg aggressiv und abwechslungsreich gehalten, hat eine saubere und druckvolle Produktion und manche Leute behaupten ja sogar, dass Decapitated musikalisch keine völligen Anfänger sind, was selbstverständlich eine heftige Untertreibung ist. Man hört „Anticult“ jederzeit das Können der Musiker an, aber irgendwie fehlt etwas.

Stilistisch bieten die Polen auf dem aktuellen Output die gleiche Kost wie auf ihrem Vorgängeralbum „Blood Mantra“: technisch versierten, groovenden und größtenteils modern gehaltenen Death Metal. An manchen Stellen fühlt man sich sogar an Fear Factory und Machine Head erinnert. Auf gar keinen Fall schlecht, aber so richtig zünden will das neue Material größtenteils dann auch nicht. Sind das vielleicht Ermüdungserscheinungen aufgrund der Ähnlichkeit mit dem letzten Output? „Anticult“ scheint im Vergleich zum Vorgänger leider ein wenig kraftlos und wirkt wie ein „Blood Mantra light“. Natürlich sollte ein Album für sich alleine stehen und auch so bewertet werden, aber in der Realität werden Alben einer Band natürlich nebeneinander gestellt und im bandinternen Vergleich muss man „Anticult“ leider als ein schwächeres Werk einordnen.

Zwar ist ein schwächeres Album von Decapitated immer noch ein ordentliches Stück Metal und dank des einen oder anderen dynamischen Aufblitzens („Kill The Cult“, „Earth Scar“) keinesfalls für die Mülltonne, aber so ganz überzeugen kann es auch nicht.

Fazit: Für Decapitated- Neueinsteiger ist „Anticult“ durchaus geeignet, da diese noch keine Vergleiche in der Diskographie ziehen können und der aktuelle Silberling der Polen beileibe kein schlechtes Album ist, für sich allein stehend sogar ein gutes. Im Vergleich zu „Blood Mantra“ oder gar „Carnival Is Forever“ verliert es leider.

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