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Debauchery: Kings Of Carnage

Eine Neuauflage des Gemetzels
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 46:16
Release: 02.08.2013
Label: Massacre Records

Zehn Jahre werden jetzt schon Monster in die Schlacht geschickt, Eingeweide herausgerissen, Frauen mit Kettensägen gefickt und sonstige Greueltaten verübt, die möglichst blutig und übertrieben dargestellt werden müssen. Keine Frage, es geht um die neue Debauchery-Platte. „Kings Of Carnage“ heißt der Silberling und er knüpft nahezu nahtlos an das Vorgängeralbum „Germany’s Next Death Metal“ an.

Das Grundgerüst der Formation bleiben mitreißende Riffs, die gerne auch sehr rockig ausfallen dürfen, Growlgesang und fantasievolle Goretexte. Das bewährte Prinzip also. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb geht die Scheibe schön ins Ohr. Wirklich hängen bleiben aber nicht alle Kompositionen. „Let There Be Blood“ ist eines der Stücke, die sich sofort und länger einprägen. Daran ist maßgeblich die stampfende Riff–Takt-Kombination schuld, die, anders abgemischt, schon etwas von Rammstein hätte. „Killerbeast“ funktioniert genauso wie der Vorgängersong, wird aber durch den monotonen Refrain, der am Anfang noch ganz geil wirkt, schnell langweilig.

Nun gibt es aber noch ein paar echte Reißer, die die Platte deutlich aufwerten. Die Titel fünf bis acht rocken einfach wie Hölle. Deutlich wird hier wie sich Debauchery wieder mehr dem Hard Rock zuwenden. Vor allem die Gitarrenriffs, aber auch das Drumming klingen wieder mehr nach AC/DC und Motörhead.

Der Sound ist fett, aber nicht überproduziert. Die Gitarren klingen erdig und wild. Dafür klingt die Stimme unnatürlich stark nachbehandelt. Ob das Absicht ist oder nicht, das könnte nur Thomas selbst erklären. Die Bassdrum klickt relativ stark, das hilft aber, um sie an manchen Stellen vom wummernden Bass abzugrenzen.

Thomas Gurrath hat mit „Kings Of Carnage“ ein fast typisches Debauchery-Album erschaffen. Textlich ist er seinem Stil treu geblieben. Daran werden sich auch nach wie vor die Geister scheiden. Entweder man mag diesen fast comicartigen, völlig übertriebenen Stil, oder eben nicht. Einige der Hardcorefans dürfte aber etwas ganz anderes stören. Debauchery entfernen sich etwas mehr vom Death Metal. Das ist nicht das erste Mal in der Bandgeschichte und dieser Umstand wurde schon des Öfteren zum Gegenstand heftiger Diskussionen zwischen Fans.

Für Fans des eher getragenen und groovigen Death Metal ist die Platte auf jeden Fall empfehlenswert. Einige fette Riffs und eingängige Mitgröhltexte attestieren der Scheibe auf jeden Fall erfolgreiche Partyeinsätze. Live funktionieren die Songs garantiert auch spitze. „Kings Of Carnage“ ist keine Sternstunde der Band, aber ein durchaus würdiger Nachfolger für „Germany’s Next Death Metal“.

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