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Debauchery: Continue To Kill

Zwar nicht originell, aber dennoch bärenstark
Wertung: 8.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 44:31
Release: 04.04.2008
Label: AFM Records

Wenn man bedenkt, dass die Süddeutschen Debauchery im Jahr 2002 von Sänger und Bandchef Thomas als Soloprojekt gegründet wurden und man mittlerweile binnen 6 Jahren auf insgesamt 5 Studioalben und Tourneen mit Napalm Death, Hateplow, Dismember, Moonsorrow und Six Feet Under zurückblicken kann, ist das eine wirklich beachtliche Leistung. Dabei haben die Jungs sich konsequent weiter entwickelt und dabei ihr Ansehen und Fangemeinde kontinuierlich ausgebaut. Mit „Continue to kill“ liegt mittlerweile das fünfte Full Length Album vor, dass sicherlich noch mehr Fans begeistern dürfte.

Im Direktvergleich mit dem vierten Album „Back in Blood“ kann „Continue to Kill“ etliche Neuerungen vorweisen. Zum einen fällt deutlich auf, dass man die Gitarren noch mal um einiges tiefer gestimmt hat. Irgendwo meine ich gelesen zu haben, dass es insgesamt anderthalb Töne tiefer sind, will mich jetzt aber nicht darauf festlegen. In Verbindung mit der fetten Produktion von Denis Ward, der bisher nur Bands wie Krokus, Eden´s Curse oder Desperadoz produzierte ist das eine wirklich tödliche Soundwand!

Doch ist dies beileibe nicht die einzige Neuerung. Während der Vorgänger „Back in Blood“ noch hauptsächlich im Midtempo Bereich angesiedelt war, fällt hier bei „Continue to Kill“ sofort beim ersten Durchgang auf, dass man Geschwindigkeits-technisch mehr als nur ein Brikett nachgelegt hat… das ist schon ein ganzer Kohlelaster! Bei der Mehrheit der Songs gibt es Blastbeats, Up-Tempo Drumming und fette Doublebass Walzen, was die Vergleiche mit den Szene-Vorreitern Six Feet Under wohl nun endgültig zum versiegen bringen dürfte, auch wenn man beim Riffing noch oft an die Florida-Deather erinnert wird. Doch haben die ja auf dieser Art Riffs kein Patent drauf, da waren Jungle Rot, Banished und Autopsy schon vorher da gewesen.

Vor allem beim Opener „Black God Rising“ wird man doppelt überrascht, da hier neben dem fetten Blastbeat am Anfang im Mittelteil durch geniale melodische Gitarren Leads beeindruckt wird. Mit gleicher Geschwindigkeit geht´s auch bei „Continue to kill“ weiter.

„Hard Rockin“ ist eine typische AC/DC Nummer, die man wohl als Tribut ansehen kann, ist Thomas schließlich großer Fan der Australier. Manche mag diese Nummer vielleicht sogar an die Six Feet Under Coverscheibe „Graveyard Classics II“ erinnern, bei der man das komplette „Back in black“ Album verwurstete. „Worship the Violence“ enthält ebenso wie schon beim Opener herausragende Twin Lead Gitarren, während „King of Killing“ durch unkonventionelles Arrangement auffällt. Der Song klingt irgendwie wie eine Verschmelzng von AC/DC Riffs, Death Grunts, sowie minimalistischen Powerdrums, die sowohl an Queen´s „We will rock you“ und an “Carry on” von Manowar erinnern. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch der Song „Warfare“ bei dem Schmier (Destruction, Headhunter) einige Gastvocals beisteuerte. Im übrigen haben auch Tom Naumann (Ex-Primal Fear) und Tomasz (Ex-Belphegor) als Gastmusiker mitgewirkt, allerdings ist mir nicht bekannt wo bzw. in welcher Weise.

Der abschließende Song „Walking glory Road“ fällt zwar mit seinen bedrohlichen Keyboards und sehr harmonischen Gitarren deutlich aus der Reihe der übrigen Songs (also sprich AC/DC Rock Nummern oder Groove Blast Granaten), aber diese Nummer ist so genial, die kann ich nur jedem empfehlen. Davon darf´s in Zukunft auch gerne mehr sein!

Weswegen man aber den Slayer Song „Angel of Death“ coverte ist mir echt ein Rätsel. Zwar wurde der Song standesgemäß umgesetzt, wobei die geringe Geschwindigkeitserhöhung der Nummer noch ein wenig mehr Pepp verleiht, aber immerhin kam der Song schon zu gefühlten 6666 Neuinterpretationen (u.a. Monstrosity, Vader, etc…), so dass die Originalität flöten geht. Naja, immerhin war´s nicht „Raining Blood“!

Dennoch ist „Continue to Kill“ ein saustarkes Death Metal Album geworden, dass jedem Fan harter Klänge empfohlen werden kann.

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