Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Debauchery: Back In Blood

Ein unglaublich gelungenes Album
Wertung: 8.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 35:59
Release: 20.03.2007
Label: AFM Records

Defloration bewiesen diesen Monat schon mit ihrem Album “The Bone Collection”, dass US - Death Metal aus deutschen Landen richtig gut klingen kann. Noch besser allerdings gefällt mir “Back In Blood”, das neue Werk von Debauchery. Die Band demonstriert auf diesem Album, wie eine Mischung aus dreckigem Rock und kräftigem Death Metal zu klingen hat. Manchmal fühlt sich der Hörer sogar so, als würde er das Album einer Band hören, in welcher sich Mitglieder von AC/DC, Six Feet Under und Cannibal Corpse gemeinsam austoben. Allein diese Vergleiche zeigen, mit was für einer Qualität wir es hier zu tun haben.

Auch der Albumtitel “Back In Blood” ist natürlich nicht grundlos gewählt worden, denn dieser ist als Hommage an “Back In Black” zu sehen, welches unter Kritikern schon seit Jahren als das wohl beste AC/DC - Album überhaupt gilt. Und gleich im Opener “Lords Of Battle” konkretisieren Debauchery ihre Vorliebe für die Australier. Rotzige Riffs, ein hymnischer Refrain und tolle Gitarrenleads bilden neben den äusserst derben Growls von Frontmann Thomas das Grundgerüst dieses treibenden Songs. Generell sind es diese rockigeren, hymnischen Songs wie “Butcher Of Bitches”, “Baptise This World In Blood”, “Alcohol Fueled Brutality” oder “Death Metal Maniac”, die mich jedes Mal wieder in eine höchst euphorische Stimmung versetzen und die bei Death Metal - Fans schnell die Vorfreude auf die diesjährige Open Air - Saison wecken werden, bei welcher diese Band unter keinen Umständen fehlen darf.

Dass “Back In Blood” ebenfalls eine gehörige Portion Abwechslung mit sich bringt, verdeutlichen Songs der Marke “Manhunting”, “Storm Of Iron” oder “Masters Of The Killing Art”, bei welchen sich die rockigen Anteile eher in den Hintergrund stellen und nur vereinzelt aufblitzen. Vor allem “Manhunting” ist mit seinen brutalen Riffs und der wahnsinnig hohen Geschwindigkeit ein echtes "Death - Monster", welches auch Freunde härtester Metalsounds begeistern wird.

Schon bei den ersten Sekunden des Titeltracks bleibt einem die Spucke weg. Dies liegt nicht etwas an hohen Geschwindigkeiten, sondern daran, dass Thomas’ tiefe Stimme gepaart mit krachenden Drumschlägen unglaublich imposant aus den Boxen wütet. Im weiteren Verlauf entwickelt sich der Song zu einem typischen Debauchery - Song, anzusiedeln zwischen rockigen Riffs und zerberstenden Blastbeats.

Neben den elf regulären Songs liegt “Back In Blood” noch eine Bonus - CD gefüllt mit sieben Coversongs bei. Die mir vorliegende Promo winkt mit drei dieser sieben Songs: “I Can’t Dance” (Genesis), “Weisses Fleisch” (Rammstein) und “8 Days A Week” (Beatles). Das Ganze erinnert schon etwas an die “Graveyard Classics“ aus dem Hause Six Feet Under, macht aber mindestens genauso viel Spass und das ist schliesslich die Absicht dieser Bonus - CD. Schon lange habe ich nicht mehr so herzhaft gelacht wie bei der Grunzversion von „8 Days A Week“; einfach herrlich dekadent dieser künftige Party - Kracher. Aber auch „Weisses Fleisch“ kann mich als bekennenden Rammstein - Anhänger vollkommen überzeugen. Schade nur, dass Manowar‘s „Kings Of Metal“ nicht den Weg auf die Promo gefunden hat.

Fazit: “Back In Blood” ist ein unglaublich gelungenes Album, mit dem sich Death Metal - Fans unbedingt vertraut machen sollten. Neben der bestaunenswerten Brutalität ist es auch der hohe Spassfaktor, der diesem Album eine ganz eigene Note verleiht. Bitte weiter so, Debauchery!

Hinweis: Als Spielzeit ist nur die der elf regulären Songs angegeben.

comments powered by Disqus

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging