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Deathtiny: Descending

Ungenutztes Potenzial
Wertung: 5.5/10
Genre: Progressive Death Metal
Spielzeit: 23:12
Release: 17.03.2009
Label: Eigenproduktion

Die Bandgeschichte von Deathtiny gleicht einer Odyssee – zumindest, was die Besetzung angeht. Bis dato fehlt der Band ein zweiter Gitarrist sowie ein fester Bassist, was die vier Baden-Württemberger jedoch nicht davon abhielt, nach dem 2005 erschienenen Album „...In The Dusk“ eine weitere CD in Eigenregie aufzunehmen: Die fünf Tracks umfassende EP „Descending“.

Das Konzept, dem Deathtiny folgen, ist schnell erklärt: Man nehme Death Metal-beeinflusste Musik, kombiniere sie mit teilweise klassischem weiblichen Gesang und steuere ab und an noch verzerrte Vocals ein. Ein Konzept mit viel Potenzial, das aber nur mit ausgefeiltestem Songwriting ausreichend genutzt werden kann.

Genau hier liegt die Schwäche, die „Descending“ aufweist. Das Songmaterial wirkt teilweise ein wenig platt, es fehlt die Fähigkeit, den Hörer mitzuziehen. So bietet bereits das mit einem Blastbeat unterlegte Einstiegsriffing des Titeltracks wenig Wiedererkennungswert. Abrupte Übergänge in ruhigere Parts, die dem Song wohl vorübergehend das Tempo nehmen sollen, erfüllen diese Aufgabe etwas zu gut: Als Zuhörer wird man durch diese Abruptheit stark aus dem Konzept gebracht, es ist jedesmal eine Neuorientierung im Song nötig.

Beim Song „My Paradisguise” liegt ein ähnliches Problem vor. Zwar bietet der weibliche Gesang eine hervorragende Melodiestimme, allerdings wirkt auch hier das Riffing ein Stückweit zu unausgefeilt und undefiniert.

Positiv sticht aus den fünf Songs der EP der Ruhigste heraus: „Road To Nowhere“ ist eine schöne Ballade, in der das Können von Sängerin Seraina Kyria gut demonstriert wird. Begleitet von einer Akustikgitarre und keyboardgenerierten Streichern singt sie den größten Teil des Songs alleine, bevor dann in einem kürzeren, verzerrt gespielten Part die Growls von Dennis Buffing übernehmen, verbunden durch einen gelungenen Übergang.

Nicht nur dank ihrer talentierten Sängerin zeigen Deathtiny, dass in ihnen einige musikalische Qualitäten stecken. Leider nutzen sie diese Qualitäten durch die am Beispiel von „Descending“ beschriebenen Macken im Songwriting nicht voll aus. Vielleicht liegt es an dem stetig unkompletten Line-Up, mit dem die Band arbeitet, dass sie ihren Stil noch nicht hundertprozentig profiliert haben. Mit vollständiger Instrumentierung sowie einigen Verbesserungen im Songwriting darf man von dieser Band sicherlich weit besseres Material erwarten.

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