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Deathstars: Greatest Hits On Earth

Sehr gute und ausgeglichene Songauswahl
keine Wertung
Genre: Death Glam Rock, Industrial Metal
Spielzeit: 61:17
Release: 04.11.2011
Label: Nuclear Blast

Die Schweden Deathstars sind sehr umtriebige Kerlchen. In den letzten acht Jahren brachten sie mit „Synthetic Generation“, „Termination Bliss“ und „Night Electric Night“ immerhin drei ziemlich gleichbleibend geile Alben heraus, tourten durch jedes noch so musikalisch unterentwickelte Land und haben jetzt als Rammstein-Support eine ehrenvolle Aufgabe zugewiesen bekommen. Jetzt fand es das Quintett an der Zeit, eine Best-Of-Platte herauszubringen – ganz bescheiden mit „Greatest Hits On Earth“ betitelt – und gleich noch zwei neue Tracks mit draufzuhauen.

Machen wir uns nichts vor, die Death-Glam-Rocker werden hauptsächlich vom weiblichen Publikum gehört. Männer kennen die Band höchstens von Schwärmereien der Freundinnen oder von den eigenen unerfüllten Träumen. Wie auch immer sind die Jungs im Metalbiz eher verschrien als tuntig, aufgedonnert und überhaupt irgendwie schwul, was man sich nur zu gerne ins Gedächtnis ruft, wenn Sänger Whiplasher auf Festivals Begeisterungsrufe von Männern erntet, indem er „androht“, deren Freundinnen flachzulegen (ja, tatsächlich, so geschehen auf dem Summer Breeze 2009, als der Schwede beinahe von eben jenem Freund genötigt wurde, seine Freundin gleich an Ort und Stelle zu nageln). Immerhin: Mit ihrer Masche halten sich Deathstars jetzt schon elf Jahre in der Szene, das muss ihnen erst einmal jemand nachmachen.

Auf „Greatest Hits On Earth“ sind natürlich alle wirklichen Smasher der Combo vertreten: Von Klassikern wie „Synthetic Generation“ oder „Blitzkrieg“ hangelt sich die Setlist an allen drei Alben entlang, lässt natürlich auch das brillante „Cyanide“, das langsame, aber sehr tanzbare „Tongues“ und die Kracher „Syndrom“und „Semi-Automatic“ nicht aus, legt dabei aber ganz ein klares Augenmerk auf die ersten beiden Alben, was ganz gut ist, weil sich hier die mit Abstand besten Songs der Karriere tummeln.

Interessant sind natürlich vor allem die beiden bisher unveröffentlichten Tracks, die die Herren direkt an den Anfang der Scheibe gestellt haben. Erwarten wird man wohl die beliebte und bekannte Mischung aus Death-Glam-Eleganz und Beats aus dem Industrial Metal und das ist auch so ziemlich das, was man bekommt, wenn auch der Opener „Death Is Wasted On The Dead“ mit einem so klaren und schönen Keyboardintro beginnt, dass man zunächst etwas verblüfft die Augenbrauen hochzieht. Bereits beim Einsatz der Gitarren erkennt man die Todessternchen aber wieder und spätestens, wenn Whiplasher mit seiner tiefen und rauchigen Stimme zur Strophe ansetzt, kriecht einem die Gänsehaut an Armen und Beinen hinunter. Die Überleitung zum Refrain ist etwas unpassend ausgefallen und mag sich auch nach dem x-ten Durchlauf nicht recht in den Track einfügen, aber das ist nun wirklich Meckern auf höchstem Niveau.

Als weiterer Neuling gesellt sich das druckvolle „METAL“ zu dem düster-bunten Reigen, das mit einem fast Stakkato-haften Rhythmus daherkommt und auf jeden Fall zu den härteren Stücken der Band gehört. Im Vergleich zum ersten Track hat „METAL“ den unzweifelhaften Vorteil, dass es durchgängig tanzbar und recht simpel gestrickt ist, ohne aber langweilig zu wirken. Gut ist, dass die Deathstars es immer noch können und nicht nur eine einfach Best-Of-Compilation in den Raum geworfen haben. Da es sich aber nichtsdestoweniger nicht um ein reguläres Album handelt, fällt die Bewertung hier aus. Als Fazit kann man sich aber schon mal auf die nächste Langrille der Schweden freuen.

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