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Deathbound: We Deserve Much Worse

Macht enorm Spaß und ist ein gutes Stück extremer Musik
Wertung: 8/10
Genre: Grindcore
Spielzeit: 32:12
Release: 09.03.2007
Label: Dynamic Arts Records

Deathbound haben namhafte Leute der finnischen Metal-Szene im Line-Up. Hauptsächlich finden sich hier Musiker von …and Oceans, die mit Shouter Kai von The Duskfall zermahlenden und gleichzeitig typisch finnischen Grindcore fabrizieren. Nun steht das mittlerweile dritte Album „We deserve much worse“ in den Regalen. Finnischer Grindcore lässt den geneigten Hörer natürlich direkt an Rotten Sound denken. Tatsächlich sind die Landsmänner auch die Hauptreferenz.

Deathbound liefern hier ein knallhartes Brett ab. Die Gitarren knallen bretthart und Drummer Sami haut uns pfeilschnelle Blastbeats um die Ohren. Für alle, die sich ihre Ohren einmal kräftig durchblasen möchten ist „We derserve much worse“ genau das richtige. Eine Verschnaufpause gibt es nicht. Hochgeschwindigkeits-Parts werden von walzenden Grooves abgelöst. Hin und wieder kommt auch mal ein rockig bis punkiger Part in den Hexenkessel. Die Songlänge ist für Grindcore recht typisch und so überschreitet keiner der 18 Tracks die 3 Minuten Grenze. Das ist auch gar nicht nötig, denn die Songs sind auf den Punkt gebracht und brauchen einfach nicht mehr Zeit. Besonders stechen die Groove-Granate „Torn“ und das hasserfüllte „Landmine“ heraus.

Textlich wird es hier sozialkritisch, wie auch schon der selbst reflektierende Titel der Scheibe zum Ausdruck bringt. Sänger Kai schreit und kreischt diese intensiv direkt in das Hirn des Hörers. Ungewöhnlich für das Genre liegt seine Stimme eher in den höheren Tonlagen. „We derserve much worse“ ist ein intensiver Trip, dennoch gibt es auch Schattenseiten. Viel Abwechslung bieten die Suomis nicht und so bleiben kaum einzelne Songs hängen, vielmehr ein Gesamteindruck. Auch die Abgrenzung zu Rotten Sound ist schwierig.

Man geht das Genre in sehr ähnlicher Weise an. Die neue Deathbound macht trotzdem enorm Spaß und ist ein gutes Stück extremer Musik. Wer sich mal kräftig akustisch durchwalzen lassen will, ist hier an der richtigen Adresse. Leider endet die Prügelorgie schon nach 32 Minuten. Einen Grindcorler sollte das aber wohl kaum abschrecken.

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