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Death Mechanism: Mass Slavery

Beinharter Thrash aus dem italienischen Untergrund
Wertung: 7/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 47:02
Release: 20.09.2010
Label: Jolly Roger Records

Der Thrash Metal wird wohl dank der vielen aktiven Bands im Untergrund der Szene nie aussterben. Eine dieser vielen Truppen ist das italienische Dreigestirn Death Mechanism aus dem schönen Verona, die unter anderem aus aktuellen Mitgliedern der italienischen Kult-Thrasher von Bulldozer besteht. Das neueste heiße Eisen aus der Schmiede des Trios hört auf den Namen „Mass Slavery“ und besteht im Ganzen aus einer frischen vier Songs umfassenden EP und der bereits im Jahr 2006 erschienenen full-length Platte „Human Error … Global Terror“. Zusammen gerechnet ergibt das eine CD mit vierzehn Tracks und somit genug Stoff für den Fan.

 

Gleich bei den ersten Klängen wird einem bewusst, dass die Jungs nicht herumalbern, sondern Thrash der allerhärtesten Sorte auf dem Tisch servieren. Der Schlagzeuger ist ein richtiges Tier und nagelt das Liedgut in einem Affenzahn durch, dass einem glatt die Ohren abfallen, wobei er dennoch präzise und abwechslungsreich bleibt. An den Klampfen zeigen die Italiener ebenfalls eine gute Figur. So kann das Riffing locker mit dem Tempo, das vom Schlagzeuger vorgegeben wird, mithalten und es liefert genug Vielseitigkeit, um die Musik bei aller Härte noch interessant zu halten. Wenn man Vergleiche ziehen will, dann am ehesten zu Bands vom Schlage Sadus oder den deutschen Helden von Destruction und Konsorten. Der Sänger gibt zu den Instrumenten noch seinen krächzenden Senf dazu und rundet so das Gericht entsprechend ab.

Während die vier neuen Songs noch einiges an Abwechslung und Spannung zu bieten haben und sich mühelos als erstklassiger Knüppelthrash anbieten, so macht sich jedoch bei den Tracks des bereits vor vier Jahren aufgeschlagenen „Human Error … Global Terror“ eine Einfalt breit, die den Unterscheidungsgrad der Songs äußerst gering hält. Nicht, dass die Songs allesamt schlecht sind. Sie sind sogar deutlich über dem Durchschnitt anzusiedeln, doch ähneln sie sich in Struktur so sehr, dass phasenweise Langeweile aufzukommen droht. Allerdings muss man den Männern aus dem Süden auch zu Gute halten, dass abwechslungsreiches Songwriting nicht unbedingt das Ziel einer derart harten Thrash-Kombo sein mag.

 

Mit „Mass Slavery“ haben Death Mechanism den Anhängern von kompromisslosen Thrash-Attacken ein Paket geschnürt, das einen Ausblick auf Zukünftiges der Band erlaubt und gleichzeitig noch einmal die vergangenen Errungenschaften dokumentiert. Dabei muss man den Zukunftsausblick als verdammt gut einstufen und den Rückblick als ordentlich, wenn auch ein bisschen eintönig. So wird der Thrash noch lange auf hohem Niveau weiterknüppeln. Sieben Punkte gehen nach Verona.

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