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Death By Chocolate: Among Sirens

Leichtfüßiger Indie-Rock mit Siebziger-Jahre-Einschlag
Wertung: 9/10
Genre: Indie Rock, Alternative Rock
Spielzeit: 43:52
Release: 20.03.2015
Label: Deepdive Records

Auf meiner persönlichen Bandnamen-Top-Ten sind Death By Chocolate auf jeden Fall schon einmal ganz vorne mit dabei. Bleibt nur die Frage, ob die Schweizer auch musikalisch überzeugen können. Der Wikipedia-Artikel liest sich zumindest schon mal nicht so schlecht: Erfahrung als Bon Jovi-Support, das weltweit erste interaktive Super-Slow-Motion-Musikvideo und Platz 10 in den Schweizer Albumcharts für „Among Sirens“. Musikalisch liefern die Eidgenossen grob zusammengefasst eine ziemlich bluesige Indie-Rock-Variante ab. 

Abwechslung wird auf „Among Sirens“ groß geschrieben und so finden sich auf dem Zweitwerk der Band sowohl harte, drückende Gitarrenriffs als auch ruhige, atmosphärische Passagen. Songs wie die beiden Opener „The Sun“ und „Siren Calls“ oder „Alfred“ fallen in die erste Kategorie, während auf Nummern wie „What Are You Looking For“, „Wax And Wayne“ oder „Family“ eher die zweite Beschreibung zutrifft. Im Grund genommen sind die meisten der Songs allerdings sowieso eine Mischung der beiden Extreme, bei der die Schwerpunkte allerdings je nach Nummer variieren.

Unabhängig ob hart oder atmosphärisch, „Among Sirens“ zeichnet sich durch die Bank mit einer fröhlich groovenden Leichtfüßigkeit aus, die die Stimmung der Hörer unvermeidlich nach oben zieht, hat aber gleichzeitig auch mehr als nur einen sanften Siebziger-Jahre-Einschlag. So manches Gitarrenriff, vor allem aber die Keyboardsounds klingen nach einer lang vergangenen Ära, ohne aufgesetzt oder gekünstelt zu wirken. Manchmal, wenn die Ähnlichkeiten zu Bands wie Led Zeppelin, Bon Jovi oder anderen Genrevertretern besonders deutlich wird, wünscht man sich allerdings eine etwas markantere Stimme. Nicht, dass Mathias Schenk einen schlechten Job macht, gerade den ruhigeren Nummern verleiht seine angenehme Stimme zumindest einen Teil ihres Charmes, zu Idolen wie Zeppelins Leadsänger Robert Plant ist es dann aber doch noch ein Stück, wie sich beispielsweise bei „Try Hard Enough“ zeigt. Über dieses Manko kann man aber leicht hinwegsehen, immerhin sind derart charakteristische Stimmen nun wirklich nicht an jeder Straßenecke zu finden und zu den atmosphärischeren Kompositionen der Schweizer, „Family“ oder „Wax And Wayne“ zum Beispiel, passt Mathias Schenks Stimme ohnehin besser.

Alles in allem ist „Among Sirens“ ein starkes, abwechslungsreiches Album geworden, das einen deutlichen Siebziger-Jahre-Einschlag mit leichtfüßig groovenden Riffs veredelt. Ernsthafte Kritikpunkte muss man mit der Lupe suchen und auch wenn man sie dann auch findet, den Hörgenuss schmälern sie nur minimal. Mit ihrem Zweitwerk haben Death By Chocolate also ein insgesamt weit überdurchschnittliches Album herausgebracht, das jedem Indie- oder Alternative-Rock-Fan wärmstens zu empfehlen ist.

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