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Death Before Disco: Barricades

Eine vielleicht nicht immer homogen wirkende Platte
Wertung: 7/10
Genre: Alternative Hard Rock Emo Core
Spielzeit: 47:1
Release: 28.07.2006
Label: Lifeforce Records

Also manche Bandnamen sind wirklich so dermaßen dämlich, dass sie schon wieder fast genial sind... Ein solches Beispiel ist für mich das belgische Quintett Death before Disco um den Vokalisten Ioan Kaes, deren relativ junges Gründungsdatum auf den schönen Oktobermonat im Jahre 2003 zurückführt. Seither blieb ihr vielschichtiger, musikalischer Stilmix aus den Bereichen Hard- und Progressive Rock, Emo-Core, Alternative und Metal nicht nur in ihrem Heimatland ein Geheimtipp für innovativen und lebendigen Sound der eingängigen Art und Weise.

Im Jahre 2004 folgte so dann auf “Goodlife Recordings“ das Debütalbum namens “Party Bullet“, welches wie eine eben solche einschlug und der noch jungen Combo einen beeindruckenden Achtungserfolg bescherte (sowohl in den Medien, als auch bei den Hörern und Käufern des Albums). Nun, zwei Jahre später, schickt man sich mit dem vorliegenden “Barricades“ an, einen ebenbürtigen Nachfolger von “Party Bullet“ zu präsentieren, welcher nun allerdings erstmalig unter der Label-Flagge von “Lifeforce“ in See stechen wird...

Heraus kam dabei ein 10-Track-Album, dessen vielfältige Spielweise doch einige Hördurchläufe erforderlich macht, um das dargebotene einigermaßen einordnen und werten zu können. So fährt beispielsweise der Opener “Etireno“ ein über fünf Minuten langes Wechselbad aus melodischer (Metal-)Härte und harmonischen Akustikgitarrenparts auf, im völlig gegensätzlichen Kontext zum folgenden, eher punklastigen und aggressiven Knüller “Barricades Of Rumble“. Der eigentliche (und bisherige) Höhepunkt des neuen Schaffenswerkes soll allerdings die auf acht Minuten ausgedehnte Progressive-Ballade “Jaguar“ werden, die auch mit langen (psychedelischen) Instrumentalabschnitten nicht geizt. Auch klingt hier die erdige und eingängige Stimme von Frontmann Ioan Kaes besonders eindringlich und nistet sich sanft in die Gehörgänge seiner Interessenten ein.

“Pyramids On Mars“ und “Kill The Dancer“ sind hingegen reine Vertreter der organischen Emocore-Schiene und bedienen auf dieser Ebene ihr Publikum auf das Beste. Hingegen fällt jenes “Matchstick Girl“ – durch sein deplaziert wirkendes Metal-Geraune – doch qualitativ recht deutlich ab und die vermeintlichen “Modern Times“ erinnern auch mehr an plakative Fortsetzungsarbeiten des ersten Albumdrittels. Nochmals schön elegisch und kantig wird es hingegen beim sprichwörtlichen Herzschlagfinale “Set The Minutes“, das gekonnt die leichten Ermüdungserscheinungen einiger vorheriger Tracks wieder auszubügeln vermag.

Was unterm Strich also verbleibt, ist eine vielleicht nicht immer homogen wirkende Platte. Aber dafür eine, die rein musikalisch umso spannender und ziemlich flott anmutet. Wer also schon den gelungenen Vorgänger mochte und vor Freude im Dreieck springt, wenn von solchen Institutionen wie beispielsweise The Dillinger Escape Plan, Thursday und Mars Volta die Rede ist, wird auch beim vorliegenden “Barricades“ nahezu blind zugreifen können (auch wenn das „herzige Coverartwork“ im ersten Moment eher fehl am Platze wirkt).

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