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Deadsoul Tribe: A Lullaby For The Devil

Von vorne bis hinten perfekt durchproduziertes Werk
Wertung: 5/10
Genre: Progressive Metal
Spielzeit: 53:53
Release: 24.08.2007
Label: InsideOut Music GmbH

„Unser Ziel war, komplett von dem Stil wegzugehen, den wir entwickelt und „Tribal Metal“ genannt haben, und uns auf etwas Neues hinzubewegen.“ (Devon Graves)

Nun, Leadsinger Devon Graves (der in den 90er Jahren noch bei Psychotic Waltz aktiv gewesen war) hat mit seiner eben zitierten „Neuerung“ auf “A Lullaby for the Devil“ wahrlich nicht untertrieben... Ich persönlich gehe allerdings dabei sogar so weit, das “A Lullaby for the Devil“ für mich das bis dato am schwersten zugängliche Album des Jahres 2007 darstellt.

Gut, progressive Musik ist für mich ja bis heute eine recht komplexe und geschmacklich sehr variable Form an Musikkunst. Allerdings habe auch ich keine Ahnung davon, wie eine wahrlich exotische Melange aus beinhartem (Trash-)Metal, elegischen 70´s Rock-Synths und melodischen Hard Rock - Klängen zu werten ist... “A Lullaby for the Devil“ hat mich hier wirklich auf eine ganz harte Probe gestellt. Da es wirklich schwierig ist, sich auf die dargebotenen Klangkonstruktionen einzulassen. Die Tempi-Wechsel zwischen purer Aggression, sakralem Innehalten und brodelnden Schlagzeug-Rhythmen sind hier wahrlich sehr extrem ausgefallen; was den Hörfluß (wie bereits erwähnt) nicht sonderlich einfach macht.

Zwischen hingebungsvollen und wütenden Gesangspassagen aus dem Munde Graves, tummeln sich hier allerlei exzentrisch anmutende Ausdrucksformen: Sei es nun der psychedelisch verzehrte “Psychosphere“ mit seinen irrwitzigen Bassläufen der Marke Nackenbrecher; der an Peter Gabriel angelehnte “A Stairway to Nowhere“ im (vordergründig) zerbrechlichen Balladenkleid oder das nicht selten an den kultigen Schock-Rocker Rob Zombie erinnernde “Here come the Pigs“ = Das mittlerweile fünfte Studioalbum “A Lullaby for the Devil“ findet letztendlich wirklich auf einem ganz eigenen Planeten statt!

Auch wenn Titel wie das instrumentale Glanzstück “The Grossamer Strand“ (mit dem zauberhaften Flötenspiel von Devon Graves himself) oder das gediegen-balladeske “Fear“ eher wieder versöhnlich wirken; tut man sich dennoch schwer, sich auf sie einlassen zu können. Eben weil man schon automatisch mit dem „nächsten Paukenschlag“ rechnet und demzufolge schon ganz unruhig vor der heimischen Anlage kauert...

Fazit: “A Lullaby forthe Devil“ ist mit Abstand ein von vorne bis hinten perfekt durchproduziertes Werk geworden. Keine Frage! Allerdings ist es eben auch alles andere als einfache Kost und deswegen definitiv nicht zum „nebenher hören“ ausgelegt worden. Deswegen fällt es mir auch schwer “A Lullaby for the Devil“ einer speziellen Zielgruppe nahezulegen: Dem “Master of Puppets“ (Metallica) Jünger ist der neuste Deadsoul Tribe - Streich an vielen Stellen wahrscheinlich zu langatmig-progressiv. Und der “Sledge Hammer“ (Peter Gabriel) Gourmet wird sich wohl irgendwann genervt an den (deutlichen) Trash- und (den gänzlich subtileren) Industrialpassagen stören.

Somit dürfte das potenzielle Zielpublikum hier wohl eher überschaubar ausfallen. Doch eines, werden diese dann mit Sicherheit wohl nicht verspüren: Nämlich Langeweile

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