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Deadly Tide: Sexy Shock

Italienisches Debut mit viel Sex in den Texten
Wertung: 4.5/10
Genre: Hard Glam Rock
Spielzeit: 30:10
Release: 27.11.2005
Label: Eigenproduktion

Mit etwas Verspätung hat die nun fünfte Demo der italienischen Band Deadly Tide den Weg in unseren The-Pit-Briefkasten gefunden. Nun ja, lieber spät als nie! Also, das Cover sieht mit dem xxl-Ausschnitt schon mal sehr appetitlich aus. Erstmal den Promozettel studiert und die Homepage angewählt. Ähmmm, was ist denn nun los?

Erst dauert es ewige Zeiten, dann schweben diverse Pinupgirls durchs Bild! Ähmmm, falsche Seite oder was? Nee, nach vielen Bildern kommt dann nun auch endlich die Homepage der Band zum Vorschein. Sowas hätte ich jetzt eigentlich eher von ein paar pubertierenden Kindern erwartet, aber das macht nicht gerade Hoffnung auf gute Musik und erklärt dann wohl auch, warum die Band bisher noch nicht gesigned wurde. Egal, vergessen wir das und konzentrieren wir uns auf die Mucke.

Als erstes stampft „King Of The World“ in bester Hardrockmanier durch die Speaker. Der Gesang kommt ein wenig quiekend daher, aber der Song ist nicht schlecht, wenn auch extrem einfach gestrickt. Also richtige Partymucke. „Lady“ legt dann auch noch mal einen nach. Etwas schleppender, aber irgendwie zu blass, um in der heutigen Zeit aufzufallen.

Und da sind wir dann auch schon bei dem Problem der Band. Einzig Sänger J.D. Nitro sticht mit seiner Stimme hervor, das dann aber auch nicht wirklich positiv. Die Stimme nervt relativ schnell und besitzt nicht gerade ein sehr großes Volumen. Die beiden Gitarristen Easy und Lux spielen in bester Glam Rock Tradition, also ohne große Höhepunkte. Basser W.Rumble und Mr.Black an den Drums liefern eine recht unspektakuläre, wenn auch solide Leistung ab. Das dürfte in der heutigen Zeit zu wenig sein.

„Come Back With Me“ beginnt mit interessanten Gitarrenklängen, wird dann aber wieder vom Gesang runter geholt. Der vierte Song „Joey“ kommt da etwas besser rüber, da er auch gesanglich einen deutlichen amerikanischen Einschlag hat. Ja, dies ist eine schöne Ballade, welche zwar nicht im Kopf hängen bleibt, aber durchaus ihre Reize hat.

„Welcome To The Party“ rockt dann wieder los und kann auch mit ein paar Bon Jovi-artigen Songstrukturen aufwarten. Nun ja, der sechste Song „Sexy Disco Sexy“ dürfte dann auch wieder sehr bezeichnend für die Band sein. Es erinnert teilweise an frühe Scorpions Aufnahmen, als Klaus Meine noch meinte, er müsse unbedingt hoch singen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass hier auf einem niedrigeren Qualitätslevel gearbeitet wird, als es die deutsche Vorzeigeband in den 70ern gemacht hat.

Zum Abschluss wird uns dann noch „Downtown“ vorgesetzt. Der Gesang ist hier schon besser gelungen. Sorry, aber trotzdem will sich der Song nicht in meinem Kopf festsetzen.

Fazit: Ich denke, dass es die Band auch mit diesem Demo nicht schaffen wird, einen großen Sprung zu machen, geschweige denn einen vernünftigen Plattenvertrag zu bekommen. Irgendwie hat man alles schon mal in besserer Form gehört, wenngleich es natürlich schwer ist, diese Spielart des Rock`n`Roll nach den goldenen 80ern im 21. Jahrhundert neu zu kreieren.

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