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Deadlock: The Arsonist

Musiker- und Stilwechsel?
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Death Metal / Modern Metal
Spielzeit:
Release: 26.07.2013
Label: Napalm Records

Viel hat sich getan im Hause Deadlock seit der letzten Scheibe. Die gravierendste Veränderung dürfte die personelle sein: Mit dem Ausstieg von Sänger und Gründungsmitglied Johannes Prem sowie Gitarrist Gert Rymen haben gleich zwei langjährige Bandmitglieder der Truppe den Rücken gekehrt.

Die Lücke am Mikro schließt John Galert, der bisher für den Bass zuständig war. John ist kein Neuling als Schreihals – bereits während der „Bizarro World“-Tour hatte er den damals verletzten Sänger für ein paar Konzerte vertreten. An seine Stelle am Bass rutscht nun der Tourmanager Ferdinand Rewicki nach, während die offene Stelle an der Gitarre unbesetzt bleibt.

Natürlich wirkt sich so eine Veränderung auf das Songwriting aus. Mit nur einer Gitarre lassen sich schon mal nur viel einfachere Strukturen basteln als mit zwei (zumindest wenn man die Songs auch live anständig umsetzen können will). Außerdem ist ein neuer Sänger immer so ziemlich die krasseste Veränderung bei einer Band überhaupt.  

Was ist also bei der neuen Scheibe von Deadlock rausgekommen? Viele Rezensenten zerreißen die Platte aufs Übelste. Der Grund hierfür kann indes nicht ganz nachvollzogen werden. So wird die Platte als zu poppig beschrieben, doch Deadlock waren schon immer nicht abgeneigt, auch im Popbecken zu fischen, und die klare Stimme von Sabine hat die Truppe auch schon immer zugänglich für Hörer gemacht, die ansonsten vielleicht nicht viel mit Metal dieser Härte anfangen können.

Diesen Weg setzen die fünf nun auf „The Arsonist“ konsequent fort. Das Album ist eingängig, melodiös und nicht zu vorhersehbar. Die Lieder sind nicht alle gleich gut, keine Frage. Nachdem die ersten paar Stücke noch richtig fett aus den Boxen ballern und den Metal ganz laut herausschreien, wird es in der zweiten Hälfte ruhiger und mainstreamiger.

Am Anfang kracht die Scheibe aber erst mal ganz ordentlich: „The Great Pretender“ und vor allem der Titelsong „The Arsonist“ geben ordentlich eine auf die zwölf. Schwieriger wird die Sache dann schon bei „Dead City Sleepers“ und erst richtig bei „Hurt“. Hier schlägt der Mainstream arg durch und die Lieder wirken teilweise auch extrem künstlich und vor allem gekünstelt.

Richtig witzig und abgefahren ist dagegen die Coverversion von „Small Town Boy“. Deadlock geben der Nummer einen richtig coolen Drive und das Lied erblüht in neuer (düsterer) Farbe. Die originale, präapokalyptisch melancholische Stimmung wird perfekt übernommen.

Deadlock machen auf „The Arsonist“ einen wesentlich direkteren Eindruck. Die Songs kommen ohne zweite Ebene aus den Boxen und es gibt keine verstecken Einschübe aus dem Pop. Wenn Elemente aus anderen Musikrichtungen (die Gitarre driftet auch gerne mal in den Djent ab) eingebaut wurden, dann kann das nun auch jeder Troll sofort erkennen. Früher waren die Übergänge subtiler und verwischter. Trotzdem waren all die externen Elemente schon seit langem ein Teil von Deadlock.

Live kann die Truppe mit dem neuen Material übrigens überzeugen, denn erst vor kurzem hat die Band das Hell’s Kitchen Fest in Schutt und Asche gelegt. Wie immer also.

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