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Deadlock: Manifesto

Ausgereifter Melodic Death Metal
Wertung: 9.5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 46:41
Release: 14.11.2008
Label: Lifeforce Records

Ein Manifest wird, um Wikipedia zu zitieren, als „eine öffentliche Erklärung von Zielen und Absichten, oftmals politischer Natur“ definiert. Genau dies ist auch „Manifesto“, das vierte Album der sechs Bayern von Deadlock: Ein Konzeptalbum, welches die Ausbeutung der Natur durch den Menschen thematisiert.

Mag dieses Thema auch nicht neu sein, der Sound der Band ist überaus innovativ: So verknüpfen sie den überwiegenden Melodic Death Metal teilweise mit unkonventionellen Techno- und Rap-Elementen, die den Hörer überraschen, aber nicht störend wirken.

So lässt sich der erste Gedanke, den man nach dem Einlegen der CD fasst, in etwa so umschreiben: „Moment, war das nicht eine Metal-Scheibe?“ Denn das über einminütige Intro „The Moribund Choir vs. The Trumpets Of Armageddon“ enthält keinerlei metallische Elemente, es ist vielmehr ein komplett elektrisch erzeugter Techno-Track, welcher allerdings perfekt in den ersten eigentlichen Song, „Martyr To Science“ überleitet. In diesem Song zeigen sich die wahren Qualitäten von Deadlock: Klares, hartes Riffing, durchdachter Songaufbau sowie der Wechsel zwischen den Growls von Sänger Johannes Prem und den Cleangesängen von Sabine Weniger, die nebenbei noch das Keyboard bedient, zeichnen ihren Sound aus. Das Keyboard tritt in den Hintergrund.

Der Titeltrack, „Manifesto“, ist als Überleitung zwischen zwei Songs konzipiert, komplett elektronisch, aber hierbei auch sehr spartanisch. Wenn man die Boxen nicht stark aufgedreht hat, ist man versucht, sich zu vergewissern, ob die CD denn noch läuft.

„Deathrace“, der fünfte Song des Albums, ist eine Besonderheit: Nach einem etwa zweiminütigen Anfang, der durch reinen Death Metal geprägt ist, wird es melodischer und Cleangesang kommt hinzu. Darauf folgt ein sehr überraschender und abrupter Wechsel: Der Song stoppt – und ein Rap-Teil, der sich über die restliche Zeit des sechsminütigen Songs zieht, beginnt. Vier verschiedene Hip Hop-Parteien haben daran mitgewirkt.

Dieser Ausflug in den Hip Hop bleibt aber die Ausnahme, ansonsten verharren Deadlock in der Metalschiene. Herauszuheben wäre noch der überaus melodische Abschluss des Albums durch den Track „Temple Of Love“, in welchem die Growlparts in den Hintergrund treten, der sonstige Stil aber nur wenig verändert wird.

Insgesamt bieten Deadlock auf ihrem vierten Album technisch sehr guten Melodic Death Metal mit einigen Besonderheiten, die die CD durchaus noch hörenswerter machen. Mit „Manifesto“ kann man sich sehr gut die Zeit vertreiben, da stört auch der kleine Aussetzer des Titeltracks nicht großartig.

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