Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Deadlock: Bizarro World

Ein Leben in einer verdrehten Welt
Wertung: 9/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 40:18
Release: 28.02.2011
Label: Lifeforce Records

Wir alle leben in einer Welt, in der wir bestimmten Idealen hinterherlaufen. Der eine strebt nach Karriere und ist gewillt alles zu tun, um sein Ziel zu erreichen. Andere wollen Macht, vielleicht sogar der König der Welt sein, und wieder andere versuchen, das Schneewittchen-Märchen zu verinnerlichen und mit „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die/der Schönste im ganzen Land“ schon morgens mit Marathon-Badaufenthalten ihr Bestes zu geben, um das Gesicht wieder mit Tonnen von Make-Up zuzukleistern und die verfransten Haarsträhnen in Form zu bringen. Ja, manchmal könnte man schon denken, dass Umweltkatastrophen oder das Verhungern von Menschen in Hinsicht auf solche Probleme eine Lappalie darstellen. Doch es gibt auch Leute, die versuchen, alles recht zu machen und mit Nettigkeit und Entgegenkommen durchs Leben gehen.

Aber was ist, wenn auf einmal alles anders ist? Wenn sich alle Werte und Moralvorstellungen, die damals Mutti und Vati versuchten, uns näher zu bringen als nichtig herausstellen? Wenn Schönheit, Karriere, Hilfsbereitschaft und Macht verpönt wird und Faulheit, hässlich sein und Gemeinheit die Welt dominieren und als normal angesehen werden? Sozusagen eine „Bizarro World“! Genau in diese entführen uns Deadlock mit ihrem fünften Studioalbum und in diese Welt wird man gleich zu Anfang rücksichtslos hineingestoßen. Das Sextett fackelt nicht lange, und mit einem langsam anschwellendem Elektropart steht man schon mittendrin. Der erste Song "Virus Jones" zeigt schon Hitqualitäten und bleibt gleich im Ohr hängen. Besonders die Mischung aus der klaren ausdrucksstarken Stimme von Sabine Scherer und den schmetternden Growls von Johannes Prem scheint eines der Erfolgsrezepte zu sein. Doch das ist nicht alles.

Nach kleinen Ausflügen in den Techno- und Hip Hop-Bereich scheinen Deadlock ihren Weg gefunden zu haben. Für die Band typische Elektroparts bleiben auf "Bizarro World" erhalten. Jedoch wirken diese keineswegs störend, sondern wurden penibel mit dem restlichen Werkzeug abgestimmt. Was uns auf dieser Platte wieder präsentiert wird, ist melodischer Death Metal, der vor Originalität und Einfallsreichtum strotzt. Langeweile kommt nicht auf - im Gegenteil, der Neuling verlangt nach mehr. Selbst bei mehrmaligem Anhören gibt es immer wieder Neues zu entdecken und dabei musste man nicht großartig mit akustischen Spezialeffekten tricksen.

Sabines Stimme wurde auf "Bizarro World" etwas mehr eingespannt, denn mit "State Of Decay" und "Paranoia Extravaganza" verschafft sie Joe etwas Verschnaufpause. Diese beiden Stücke wurden ausschließlich von ihr eingesungen. Es wäre auch zu schade gewesen, Sabines Stimmqualitäten nicht intensiver zu beanspruchen.

Das Album beinhaltet sehr viel Ambiente. Emotionale Stilwelten geben sich die Hand mit schnellen, rifflastigen und aggressiven Metalpassagen. Die Produktion des fünften Werkes hat Gitarrist Sebastian Reichl übernommen und daraus ohne Zweifel ein soundmäßiges Kleinod erschaffen. Es ist unverkennbar, dass die Bandmitglieder in "Bizarro World" Leidenschaft und ein hohes Maß an Kreativität gesteckt haben und wiederum versuchen, uns schonungslos die Augen zu öffnen.

comments powered by Disqus

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging