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Dead Man's Hand: The Combination

"Thrash Metal to the bitter end!"
Wertung: 6/10
Genre: Thrash/ Death Metal
Spielzeit: 32:12
Release: 30.01.2009
Label: Agonia Records

Wieder mal ein Debüt, diesmal von Dead Man's Hand aus Oslo. Die Band existiert nun seit gut vier Jahren und verschreibt sich auf „The Combination“ voll und ganz dem guten, alten Thrash Metal. Obwohl „alt“ nicht ganz zutrifft, denn auch moderne Einflüsse haben es in den Sound der Norweger geschafft. Puristen brauchen jetzt nicht aufzuschreien: „-Core“-Elemente jeglicher Couleur sind damit nicht gemeint, sondern vielmehr jüngere Thrash-Bands wie Legion Of The Damned, die offen mit ihren Death Metal-Einflüssen umgehen. So auch Dead Man's Hand, deren Shouter sich auch gerne guttural der Welt mitteilt, wenn er nicht gerade heiser keift.

Die Songs an sich sind das, was man erwarten kann. Der Opener „Capaci Bomb“ beginnt mit dem üblichen „YAAAAHHHHH“ und zitiert aufs Heftigste Slayer und etwas Exodus. Obwohl bei denen auch Leute wie Dave Lombardo, Paul Bostaph und Tom Hunting die Felle vermöbeln bzw. vermöbelt haben. Dagegen klingt das Songmaterial auf „The Combination“ im Schlagzeugbereich äußerst unspektakulär, auch wenn der Mann sein Handwerk beherrscht. Ein Lied, das ging, so schnell wie es gekommen war.

Spannender, weil abwechslungsreicher, wird es, wenn die erwähnten Death Metal-Einflüsse auftauchen. Dead Man's Hand scheinen besonders alles, was Florida in dieser Richtung zu bieten hat, gierig aufgesogen zu haben, wie „Bodu In the Barrel“ und „Hostile Respect“ deutlich machen. Letzterer Song ist dann auch das erste kleine Highlight der Platte, da hier auch einige typische Göteborg-Elemente auftauchen. Ihr sagt, das klingt schwer nach „alles nur geklaut“?! Ich sage....ja, das stimmt wohl. Aber mit Spaß an der Sache.

Denn immerhin gibt es immer wieder Tracks, die direkt zünden und nicht ausschließlich davon leben, dass die Jungs ausgezeichnet mit ihren Instrumenten umzugehen wissen. „Bloodstained Hands“ feuert wahre Riffsalven ab und hat mit drei Minuten genau die richtige Länge. Und bei „Taste The Metal“ blitzen sogar einige Melodien auf, die den ansonsten abwechslungsarmen Sound der Band stark auflockern und das nachfolgende Stakkato-Riffing von „Knuckledusted“ um einiges effektiver machen. „Knuckledusted“ ist dann übrigens auch das Highlight dieser Veröffentlichung, da dieses Lied (neben „Taste The Metal“) einfach am besten hängenbleibt. Beim Rest des Songmaterials fragt man sich häufig, ob schon ein neuer Song angefangen hat. Die Unterschiede sind manchmal wirklich nur marginal.

Sicher, das Rad wurde hier nicht neu erfunden und unter den zehn Tracks kann man viele als „Filler“ ohne Wiedererkennungswert abstempeln. Ganz ehrlich gesagt braucht man „The Combination“ auch höchstens als beinharter Sammler, der noch nicht genügend norwegischen Thrash-Metal in seiner Sammlung stehen hat. Aber dennoch ist das Debüt von Dead Man's Hand in Ordnung und könnte mit mehr Mut zur Eigenständigkeit nur der erste Schritt in der Metalszene für sie sein.

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