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Dead Head Down: Dead Head Down

Ein weiterer Kracher aus dem Münsterland
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 18:33
Release: 03.01.2010
Label: Eigenproduktion

Aus dem schönen Münster kommen nicht nur einige The-Pit-Redakteure (unter anderem auch meine Wenigkeit), sondern auch starke Metalbands. Das neueste höhrenswerte Lebenszeichen kommt von Dead Head Down, die mit ihrer selbst betitelten EP nach Aufmerksamkeit verlangen. Und die sollten sie auch bekommen, denn das aggressive Gemisch aus Pantera und den besten Zeiten alter Thrash Heroen, zusammengehalten von einem guten Sound, spricht für sich. Man mag mir natürlich Lokalpatriotismus vorwerfen, aber die Qualität der EP sollte auch Nicht-Münsteraner überzeugen.

Ich habe bereits die gute Produktion von Dave Sustain (Long Distance Calling) erwähnt, der für ein Debüt aus dem Underground wirklich gelungen ist. Davon profitieren vor allem die Gitarristen Ben und Horro, die mit starken Riffs aufwarten. Komplettiert wird das Quintett von Demme (Drums), Matse (Bass/ ist auch bei Metamorph tätig) und Frontmann Striego, der mit seinem aggressiven Stil gesanglich manchmal den Death Metal-Bereich streift und ansonsten durchaus Vergleiche zu einem extrem angepissten Phil Anselmo zulässt. Musikalisch gibt es nicht viel zu meckern, wer auf abwechslungsreichen Thrash Metal steht, wird man „Dead Head Down“ bestens bedient. 

Die fünf Song starke EP bietet erstaunlich viel Abwechslung, ohne dabei zerfahren zu wirken. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass es Dead Head Down gerade mal seit Ende 2008 gibt. So ein Gespür entwickelt sich normalerweise erst nach längerer Zeit und wenn man sich vor Augen hält, dass wir es hier mit der ersten (!) Demo der Band zu haben, kann man nicht anders als beeindruckt sein. Die Konzerte mit Bands wie Misery Speaks (R.I.P.), Hackneyed oder Path Of Golconda sind mit Sicherheit nicht unschuldig daran, dass man so gut aufeinander eingespielt ist. Mit „Priests Of Death“ will der Opener bei mir zwar nicht so recht zünden, aber die restlichen vier Songs haben es umso mehr in sich.

„Rampage“ pendelt gekonnt zwischen Nackenbrecher- und groovigen Momenten hin und her und lässt fast automatisch die Faust in die Höhe schnellen. Richtig genial ist auch der Schluss mit seinen marschierenden Schritten im Hintergrund. Wer sich davon politisch unangenehm berührt fühlt (in Münster gibt es eine Menge übermotivierter Weltverbesserer): Immer entspannt bleiben, das haben schon Metallica anno 1983 bei „Metal Militia“ gemacht.

„Deep Throat Cut“ und „Shotgun Messiah“ sind nicht nur herrlich betitelt (das ist in der Tat mein Ernst), sondern haben auch wahre „Grower“-Qualitäten. Zuerst wollten sie mir nicht so richtig zusagen, aber mit der Zeit entfalten sie ihre Wirkung. Das ist generell ein gutes Zeichen, denn oftmals ist es mit der Langzeitwirkung nicht gut bestellt und man vergisst eine Band schnell wieder. Das sollte Dead Hand Down nicht passieren, denn mit „Blood Divine“ feuern sie zum Schluss nochmal einen richtig gemeinen Genickschuss ab. Für mich ganz klar das Highlight der Demo, da hier wirklich alle Stärken der Truppe gebündelt werden.

Fazit: Münsters Metalszene wächst und gedeiht. Dead Head Down sind ein weiterer Beweis dafür und haben es verdient, dass ihr euch zumindest hier ein wenig über sie informiert. Alles weitere findet sich bei einem geneigten Metal-Fan dann von selbst.

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