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Dead: Hardnaked... But Dead

Porngrind aus Bayern
Wertung: 7/10
Genre: Death Metal/Porngrind
Spielzeit: 39:54
Release: 18.11.2011
Label: FDA Rekotz

Die Nürnberger Dead sind keine Unbekannten mehr in ihrer Fachrichtung. Mit ihrem Porngrind/Death Metal konnten sie sich bereits seit geraumer Zeit in der Szene etablieren. Nun kommtvdas neueste Album der seit 1990 aktiven Gruppe auf den Markt. 

Musikalisch lässt sich die Musik am ehesten als meist langsamer Death Metal mit extrem gutturalen Vocals beschreiben. Die Songs sind recht schlicht gehalten und sind eher groovebetont strukturiert. Ab und an lockert aber doch der eine oder andere Blast-Part die Lieder auf. Ein Markenzeichen der Gruppe sind die sehr häufig eingespielten Samples aus Filmen, die wohl am ehesten den C-Movies zuzuordnen sind. Das wirkt eingangs etwas verstörend, sobald man sich aber daran gewöhnt hat kann man schon über die eine oder andere Passage schmunzeln. Textlich darf man die Musik auch nicht zu ernst nehmen. Titel wie „The Fineribber“, „Liquor Store Godess“ oder vor allem auch „Perfumes Of Doom“ verraten schon, dass hier keine sozialkritischen Analysen zu erwarten sind. Dafür kann man mitunter über die eine oder die andere Textzeile schmunzeln, zumindest wenn man seinen Humor auf ein Niveau unter dem Teppich schrauben kann. „Hardnaked... But Dead“ ist auf jeder Death-Metal-Party ein Stimmungsgarant. Zu viele Arrangements darf man nicht erwarten. Die Gitarre konzentriert sich hauptsächlich auf den Rhythmus, und Bass und Schlagzeug konzentrieren sich auch auf das Wesentliche. Ab und an wird am Sechssaiter dann aber doch richtig losgelegt und Klampfer Dany spielt eines seiner aberwitzigen Soli. 

Das größte Manko an der Veröffentlichung ist der Sound. Das Schlagzeug, der Bass und die Gitarre klingen kraftlos und flach. Wie ein Bild, das man durch Milchglas betrachtet. Das gleiche Schicksal widerfährt dem Gesang, der sich sehr den ultratiefen Frequenzen verschrieben hat und sich so auch kaum von den Instrumenten absetzen kann. 

Neben einigen echt gelungenen Songs wie „The Fineribber“, „Liquor Store Godess“ oder „A Beer“ gibt es auch einige schlicht und ergreifend relativ unscheinbare Titel auf der Scheibe. Der Titelsong wäre so ein Lied, wenn nicht völlig unvorhersehbarerweise in letzten Viertel des Liedes noch einmal richtig Gas gegeben würde.

Die Scheibe wird wohl stark polarisieren. Während sie in Szenekreisen auf großes Interesse stoßen wird (die Truppe ist ja immerhin eine der am längsten aktiven Bands des Genres in Deutschland), so wird sie außerhalb des Extremsektors wohl kaum Resonanzen erhalten. Ihren Titel als eine der besten Bands des Genres können Dead aber trotzdem oder vielleicht genau deswegen ohne Probleme halten. In der Szene wird „Hardnaked... But Dead“ sicherlich Kultstatus erreichen.  

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