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Dead By Gun: Pulse

Grooves ohne Kompromisse
Wertung: 7.5/10
Genre: Punk'n'Roll
Spielzeit: 34:15
Release: 16.12.2009
Label: Hype Records

Während in Finnland zu dieser Zeit des Jahres mit wenigen Stunden Sonne (beziehungsweise Dämmerlicht) und nicht allzu angenehmen Temperaturen kälteste Black Metal-Stimmung angesagt sein dürfte, macht sich eine Truppe namens Dead By Gun daran, dem Winter mit locker aus der Hüfte groovendem Punk'n'Roll auf ihre Weise zu trotzen. "Pulse" lautet der Name des Machwerks und präsentiert sich zwar nicht als Quell weihnachtlicher Freude und Friedlichkeit, allerdings auch nicht als schwermütiger Melancholieklumpen. Stattdessen herrschen punkige Aggressivität und morbid-makabrer Humor, garniert mit einem guten Schuss Melodie und ordentlichem Groovefundament.

Ein Pistolenschuss leitet "Between Heaven And Hell" nach kurzem Intro ein, und auch wenn der Refrain stimmlich teilweise ziemlich an Blink 182 erinnert; Spaß macht der Track trotzdem. Ohne innezuhalten preschen Dead By Gun vorneweg, jaulende Gitarren erhalten genug Auslauf, um sich ordentlich auszutoben und der Song fräst sich ohne besondere Hoch- und Tiefpunkte durch die Walachei und sogar kurzzeitig ins Gehör. Dort verbleibt auch "Kids", allerdings auch aufgrund der Frage, die man als Hörer förmlich aufgedrängt bekommt: Ist die Formulierung "the kids aren't alright" im Punk eigentlich ein Plagiat? Egal, ein nett gesetztes Zitat wertet Texte ja häufig mal auf.

Die lyrischen Erzeugnisse, die die Band selbst zustande bringt, sind aber ebenfalls nicht zu verachten. "War is my religion and god will understand" – dass Dead By Gun ein bisschen auf der makabren Spur unterwegs sind fand ja bereits Erwähnung. Die vorläufige Krönung dessen findet man im Titeltrack, der die Richtung mit den Zeilen "Today is a beautiful day for murdering" vorgibt, um das Ganze dann mit einem ziemlich kitschig-melodischen Refrain zu konterkarieren. Völlig ernst zu nehmen scheinen sich Dead By Gun also wohl nicht, was vielleicht auch erlärt, warum der Titel "End This Misery" ausgerechnet ans Ende der Tracklist gesetzt wurde.

Sicherlich, "Pulse" hat nicht nur gute Seiten vorzuweisen. Zum einen mangelt es stellenweise etwas an Abwechslung, denn das Soundbild ist stets mehr oder weniger gleich gestaltet. Mit den teils doch sehr poppigen Melodieverläufen kombiniert mit der typischen Ami-Highschoolpunk-Stimmfärbung inklusive mehrstimmigem Gegröle dürfte so mancher sicher auch seine Probleme haben. Der Tatsache, dass die Platte trotzdem ziemlich Spaß macht und vor allem durch ihre leicht rotzige Attitüde, die trotz guter Produktion spürbar bleibt, überzeugen kann, tut das aber keinen wirklichen Abbruch. Somit setzt "End This Misery" auch keinen Schlusspunkt unter einen Totalreinfall, sondern unter eine gelungene Punk'n'Roll-Scheibe für zwischendurch.

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