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DDP: Tempo Alter!

Punk trifft Indie
Wertung: 7/10
Genre: Punk, Indie
Spielzeit: 30:17
Release: 31.08.2012
Label: Dritte Wahl records

Bereits 1993 als Der Dicke Polizist gegründet, legen DDP mit „Tempo Alter!“ ihren fünften Longplayer vor. Seit ihrem letzten Album „Alexithymie“ sind immerhin auch schon wieder vier Jahre ins Land gezogen und das Quartett verspricht ein Werk, das sich wieder stärker am Ursprung orientiert. Bemerkenswert ist, dass mit Wally Walldorf von Toxoplasma und Kurt Ebelhäuser diesmal gleich zwei Produzenten hilfreich zur Seite standen.

„Zeit ist Tempo“ ist der Opener und steht programmatisch für das gesamte Album, denn Zeit scheinen die vier Herren aus Köln und Berlin nicht zu haben. So geht es von Anfang an gleich in einem ordentlichen Speed zur Sache. Soundtechnisch gelungen und druckvoll hat man aber dennoch auf den großen Hobel verzichtet, der alles glatt macht. Dadurch verfügen die neun Songs noch über Ecken und eine gewisse Ruppigkeit, die den Titeln durchaus zu Gute kommt.
Mit „Sterbend diskutieren“ setzt sich der rasante Weg fort. Punkrock mischt sich mit Indie-Einflüssen, um bei anderen Titeln wieder dem Indie-Rock die Dominanz zu gewähren, was eine recht abwechslungsreiche Mischung mit sich bringt. Treibend und in die Beine gehend präsentiert sich ein Titel nach dem anderen, ohne dabei die Texte aus den Augen zu verlieren. Und genau diese sind besonders interessant und dürften schon als lyrisch eingestuft werden. Das Problem bei der ganzen Sache: Man kann ihnen auf Grund der Geschwindigkeit teils recht schwer folgen. So bedarf es mehrmaliges Hinhören oder auch den einen oder anderen Blick ins Booklet, um sich wirklich mit ihnen auseinander setzen zu können. Dabei sind gerade „Sterbend diskutieren“ und das wirklich gelungene „Geschichte“ beste Beispiele für ansprechende Wortarbeit.

DDP illustrieren in ihren Titeln persönliche und alltägliche Problematiken, greifen Punkrock-Klischees oder Zeilen aus Songs auf und verwerten sie nach ihrer eigenen Art - kein „Hau-Drauf-Punk“, sondern teils gar romantische und wehmütige Nummern, die sehr selten in der Szene anzutreffen sind. Die Melodik der Songs tut ihr Übriges, um auch außerhalb dieser Schublade gehört zu werden. So wird ein Großteil des Werks sicher auch bei Anhängern von Studenten Rock einen positiven Anklang finden. Das abschließende, etwas ruhiger geratene „Paul“, hätte auch ebenso gut aus der Feder der Sportfreunde Stiller stammen können.

Mit „Tempo Alter!“ ist DDP ein kurzweiliges Album gelungen, dessen Spielzeit von dreißig Minuten allerdings auch etwas kurz geraten ist. Die Songs machen einfach Spaß beim Hören, sind treibend, verfügen über gute Gitarrenlinien, Melodik und die Texte sind von wirklich hörenswerter Qualität. Dadurch bleiben die neun Stücke auch länger, als ihre eigentliche Spielzeit, im Gedächtnis kleben. Einen wirklichen Ausreißer nach oben gibt es allerdings nicht und damit bleibt das absolute „Aha“- Erlebnis aus.

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