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Das Scheit: So Far From God... So Close To You

Astreiner Dark Rock der härteren Schule geboten
Wertung: 8.5/10
Genre: Gothic Rock
Spielzeit: 49:10
Release: 19.09.2008
Label: twilight

Das Scheit sollte man in diesem Fall nicht ins Feuer werfen, sondern viel mehr in die Stereoanlage – denn was auf dem neuen Album geboten wird, lohnt sich alle mal gehört zu werden. Wie man es sich bei dem Titel schon denken kann, wird hier astreiner Dark Rock der härteren Schule geboten – und das neue Album fängt sogar ganz besonders an: Mit einem „Epilog“. Es endet mit einem „Prolog“, was auf einen neuen Anfang und weiteres Hoffen schließen lässt.

Nachdem der „Epilog“ gekonnt eine düstere Stimmung in Szene gesetzt hat, beginnt das Album direkt mit „So Far From God“, das von tiefen, dröhnenden Gitarren dominiert wird, die aber keineswegs die anderen Elemente des Songs übertönen, wie etwa die Synthesizer. Auch der – hier teilweise geflüsterte - Gesang passt sehr schön zum Text und der allgemeinen Atmosphäre.

Auch bei „Hollow“ wird beim Gesang variiert, nur dass er hier noch mystischer und geheimnisvoller klingt. Auch die Instrumentalisierung ist sehr schön, so bildet der tief gehaltene Bass einen schönen Kontrast zu der Pianostimme und auch die dunklen Riffs – die übrigens an „Never Ever“ von Pain Of Progress erinnern – erfüllen ihren Zweck.

Mein persönlicher Favorit dieser CD ist das stark elektronisch angehauchte „December Sky“, ein zugleich unendlich trauriger, aber auch böser Song, bei dem man wieder einmal merkt, wo diese Band eindeutig ihre größte Stärke hat – bei der Atmosphäre. Die Bass-Stimme klingt melodisch, zugleich aber auch äußerst unheilschwanger und vereint sich besonders am Ende perfekt mit den beinahe schon epischen Keyboards und den Streichern.

Nicht so gut zu gefallen weiß „Snow White Hell“, zwar baut sich eine interessante Spannung auf, aber das Stück ist zu Electro-lastig und weiß auch leider im Refrain nicht wirklich zu überzeugen, doch glücklicherweise handelt es sich hier um einen Einzelfall – der Rest erfüllt weiterhin die Erwartungen und besticht sogar durch die ein oder andere Überraschung – so gibt es zum Beispiel noch eine Cover-Version von „Because The Night“ oder sehr toll eingesetzte Regen-Klänge bei dem Titelstück „…So Close To You“, die in den abschließenden „Prolog“ übergehen – der auch ein sehr schöner Song hätte werden können.

Vielleicht wird die Idee beim nächsten Album aufgegriffen -bei einem Prolog zum Ende einer CD könnte man dies schließlich vermuten. Wünschenswert wäre es auf jeden Fall – genauso wie hohe Verkaufszahlen, denn verdient hat es diese Scheibe und diese Band alle mal. Somit kann ich hiermit jedem Gothic einen Kauf nur absolut ans Herz legen!

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