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Darkness: XXIX

Return of Altenessen-Thrash
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 16:42
Release: 29.05.2015
Label: Scare Records

Hätte, hätte, Fahrradkette... nicht auszumalen, was mit Darkness alles hätte passieren können, wenn damals in den Achtzigern einige Weichen anders gestellt worden wären – die Qualität hatten sie ja vor allem auf „Death Squad“ von 1987 und ein Jahr später mit „Defenders Of Justice“ nachweisen können. Die Geschichte der Thrasher aus Altenessen mit den uneinholbaren Nachbarn Kreator ist ja hier mittlerweile in diversen Interviews mehr als ausführlich beleuchtet worden – schaut bitte hier unter den Links nach.

Die Personalquerelen wollen wir dann auch gar nicht mehr weidlich ausschlachten, lediglich daran erinnern, dass der Grinder Lee (Yuppie Club) auf „XXIX“ erstmals auch auf einem Darkness-Tonträger zu hören ist, und viele Durchläufe muss man nach den ersten gelungenen Liveshows nicht gerade abwarten, um zu erkennen, dass er ganz famos in die Truppe passt und auch mit einem schönen Thrash-Stimmchen ausgestattet ist.

Zwei Songs sind auf dieser EP komplett neu. Zum einen wäre das der Opener „L.A.W.“, der schon gleich den Spagat zwischen damals und heute hinlegt und einen kompromisslosen Old-School-Thrash-Rammbock darstellt, der gerade gegen Ende durch den zweistimmigen Gesang nochmals auf der Punkteskala drauflegen kann. Zum anderen ist es dann „Hate Is My Engine“, wo Darkness ebenfalls unvermittelt und ohne jegliche Vorwarnung die ganze Riffbreitseite auffahren, wobei die Gesangslinie trotz aller Aggressivität schnell eingängig und mitsingbar ins Gedächtnis eindringt.

Neugierig darf man natürlich auch auf die Neuinterpretationen der beiden Debüt-Klassiker sein, als da wäre der Speed-Kracher „Death Quad“, wo man schnell als erstes Fazit festzurren kann, dass Lee, der Neue, auch solch einen ollen Klopper bestens rausrotzt, und auch heute noch die rasenden Gitarren, die flirrend schneidenden Soli – schön transparent aufgenommen – direkt in des Thrashers Herz zielen. Das um gut zwei Minuten gekürzte „Burial At Sea“ startet und endet auch hier natürlich mit der Akustikklampfe, bevor der fett stampfende Rhythmus sich mit der aufbauenden Dramatik ergänzt und seinen Höhepunkt in diesem einfachen, aber dennoch mitreißenden Refrain findet – ganz großes Thrash-Kino auch heute noch, dazu soundtechnisch deutlich praller.

Sollten Darkness in den Verdruss kommen, dass die EP ausverkauft sein sollte, dann könnten sie nur noch einen Zahn zulegen, indem sie die Nummer „Armageddon“ inkl. handnummeriertem Livetextblatt beifügen. Ansonsten gibt es lediglich einen Punktabzug dafür, dass mit „XXIX“ eine EP im Pappschuber vorliegt, was insgesamt ein bisschen mager ist. Die Thrasher auf der CD aber entschädigen für den entgangenen haptischen Genuss. Mal sehen, ob denn auch dieses Jahr wirklich eine Full-Length ansteht; wir von The-Pit.de werden dranbleiben, das steht schon mal fest.

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