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Darkness Before Dawn: King´s To You

Die Mischung macht´s
Wertung: 8/10
Genre: Black Metal, Death Metal
Spielzeit: 45:17
Release: 22.09.2009
Label: Bombworks Records

Darkness Before Dawn sind hierzulande ein noch recht unbeschriebenes Blatt. Das Quintett aus Arizona hat sich in seiner Heimat mit der Veröffentlichung zweier Demo-Scheiben und einem Haufen Liveshows, unter anderem mit All Shall Perish, Abigail Williams und Whitechapel, den Ruf einer unbarmherzigen und hingebungsvollen Band erspielt, und ist nun bereit, auch den Rest der Welt von sich zu überzeugen.

Das erste Full-Length-Album der Amis hört auf den gebieterischen Titel "King´s To You" und ist gespickt mit satten Riffs, knallenden Drums und mächtigen Growls. Wenn man sich die Liste der Bands ansieht, von denen sich Darkness Before Dawn nach eigenen Aussagen beeinflusst fühlen, kann man nur müde lächeln. Mit In Flames oder Amon Amarth haben sie recht wenig gemeinsam. Melodien? Fehl am Platz. Radiotaugliche Arrangements? Wer braucht das schon. Darkness Before Dawn ballern alles raus, was die Intrumente hergeben, lassen aber immer mal wieder die eine oder andere skandinavisch anmutenden Gitarrenspur hervorblitzen.

"Monster Condo" beginnt mit einem unheilverkündenden Intro und genialen Growls; schon hier kommen die leicht schwedischen Einflüsse durch, die sich auf der Platte immer mal wieder finden lassen. Die Band schafft es, eine einprägsame Melodie in "Mobius Strip" einfließen zu lassen, ohne dass der Song gleich zum penetranten Ohrwurm verkommt, da sie nur im Hintergrund herumgeistert. Zur Abwechslung tritt hier ein Drumsolo zu Tage, das sich mit den Gitarrensoli einiger anderen Stücke durchaus messen kann.

Fast schon symphonisch geht die Band beim Titelstück zu Werke; Sänger Logan schaltet einen Gang höher und schafft den Spagat zwischen tiefen Growls und Schreien mit Leichtigkeit. Auch "Shattered" klingt zuerst nicht wie ein typischer Black oder Death Metal-Song, sondern deathcoremäßig - hier kommen The Black Dahlia Murder durch, eine weitere Band, die hörbaren Einfluss auf Darkness Before Dawn zu haben scheint.

Man möchte das Wort "Core" kaum in den Mund nehmen bei dieser Band, aber es passt einfach in vereinzelten Momenten wie Arsch auf Eimer: "Die To Yourself" ist ein absolut geniales Stück mit interessanten, fast verspielt klingenden Keyboards im Hintergrund und einem an Metalcore angelehnten Refrain. "Symbiosis" hätte passender als Titel kaum ausgewählt werden können: Im letzten Stück der Platte verschmelzen alle typischen Elemente der Band zu einem großartigen Song; die Keyboards verstärken den Symphonic Black Metal-Touch, die Dynamik hätte ebenso gut zu den vorherrschenden Deathcore- und Hardcore-Gruppen gepasst; Logan stülpt sein Innerstes nach außen und bringt in bester Death Metal-Manier die Boxen zum Wackeln. Ein weiterer großartiger Song wurde hier geboren und ist leider viel zu schnell schon wieder vorbei.

Fazit: Falls Darkness Before Dawn es tatsächlich schaffen sollten, ihrem kompromisslosen Stil treu zu bleiben, wartet auf sie eine riesige Ladung Ruhm und Ehre. Ihr Sound ist nicht nur knochenzermalmend und brutal, sondern hebt sich trotz altbekannter Rezeptur bis auf wenige Ausnahmen wohltuend von der Masse ab, ohne dabei jedoch allzu experimentell zu klingen.

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