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Dark Tranquillity: We Are The Void

Die Schweden haben wieder zugeschlagen
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 47:48
Release: 26.02.2010
Label: Century Media

Die Erfolgsgeschichte von Dark Tranquillity – die man übrigens mit zwei „l“ schreibt, auch wenn im Englischen das Wort ebenso mit einem geschrieben werden kann – währt bereits mehr als zwei Jahrzehnte. Kontinuierlich versorgte die Band ihre Fans mit neuem Material – darunter neun Studio-Alben, zahlreiche EPs, zwei DVDs und damit einhergehend erreichte die Band sogar die ein oder andere Chartplatzierung.

Das neueste 2010er Album der Melodic Death Metal-Urgesteine, „We Are The Void“, schaffte es im Heimatland Schweden sogar in die Top10 und erreichte einen starken neunten Platz in den Albencharts. Daraus lässt sich bereits schließen, dass die Band den Erwartungen gerecht geworden ist: Das Album liefert wieder einmal Melodic Death Metal der Güteklasse A. Der Opener „Shadow In Our Blood“ offenbart die typischen Riffs der schwedischen Schule, die sich in altbekannter Dark Tranquillity-Manier mit dezenten Keyboards und einem kleinen, aber feinen Gitarrensolo verantwortlich zeigen für die bekannte, dunkle Stimmung in den Songs dieser Band. Bei dem Track „Dream Oblivion“ wurden die Keyboards gleich um einiges groovender und dominanter eingesetzt, während das Schlagzeug – im Vergleich zum Opener - nicht mehr ganz so wild und aggressiv klingt, da die Snare nur mittelmäßig berücksichtigt wurde und der Hauptfokus auf der Bassdrum liegt, deren Attacken dem Song eine bestimmte Tiefe verleiht.

Doch die wahren Stärken der Band liegen in tragenden Riffs, die eine herrliche Melodie mit den gegrowlten Vocals Mikaels verbinden – und das gelingt bei dem Song „In My Absence“ besonders gut, bei dieser Gitarrenarbeit und dem einladenden Schlagzeugfundament werden sicherlich noch so einige Haare vor verschiedensten Bühnen durch die Lüfte kreisen. Bei dem Track „Her Silent Language“ präsentieren die Schweden sogar sehr gut umgesetzten klaren Gesang, der an so manche Gothic Metal-Größe erinnert, bevor es bei dem Song „Arkhangelsk“ gleich wieder deutlich aggressiver zugeht und Black Metal-Einflüsse nicht zu leugnen sind. Zwischendurch besinnt sich die Band mit dem Song „Surface The Infinite“ auf ihre eigenen, richtungsweisenden Stärken zurück und liefert abermals eine geniale Mischung aus Aggression und Headbang-tauglichen, tragenden Riffs im Midtempo. Zum Abschluss begibt sich die Band erneut in etwas neuere Gefilde und betritt mit dem Track „Iridium“ Bereiche des Doom Metals: Sanfte, schleppende Verse mit klarem Gesang wechseln sich mit fast ambienten Parts ab, konstant wird Spannung aufgebaut und schon explodiert der Song in langsamen Riffs, ausschweifender Bassdrum-Verwendung und den charakteristischen, verzerrten Vocals.

Dark Tranquillity haben sich mit „We Are The Void“ nicht neu erfunden, stellen aber mit Sicherheit sämtliche Fans zufrieden, da zum einen die typischen, so geliebten Göteborg-Riffs enthalten sind, wie auch einige neuere Elemente, wie zum Beispiel der sehr abwechslungsreiche Einsatz des Keyboards oder die stets variierenden Strukturen der Songs, die plötzlich mit Doom, Gothic oder gar Black Metal-Einflüssen und spannenden Soli aufwarten. Ein mehr als solides Album, an dem Genreliebhaber nur schwer vorbeikommen dürften.

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